Die sieben Resilienzfaktoren

Die sieben Resilienzfaktoren wurden von den US-amerikanischen Forschern Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatté zum ersten Mal in ihrem Buch The resilience factor dargestellt. Sie basieren sowohl auf den Erkenntnissen ihrer eigenen langjährigen Forschungstätigkeit an der University of Pennsylvania als auch auf der Arbeit vieler weiterer Forschergruppen sowie auf der über zehn Jahre im Rahmen von Trainings gesammelten Erfahrungen.

Im deutschsprachigen Raum werden diese Faktoren immer wieder unter dem Begriff »Die sieben Säulen der Resilienz« wiedergegeben. Um den bereits kundigen Leser an dieser Stelle nicht zu verwirren, möchte ich hier betonen, dass, obwohl Reivich und Shatté immer wieder zitiert werden, diese sieben Faktoren sehr häufig in einer völlig falschen Art und Weise wiedergegeben werden. Faktoren, die entsprechend falsch genannt werden, sind beispielsweise Akzeptanz, Verlassen der Opferrolle oder Netzwerkorientierung. Es ist zwar richtig, dass hoch resiliente Menschen Rückschläge schneller akzeptieren, sich seltener als Opfer sehen und sich Unterstützung durch andere Menschen suchen, aber dies sind »nur« Verhaltensweisen, die auf den von Reivich und Shatté definierten sieben Resilienzfaktoren basieren.

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Nach Reivich und Shatté zeichnen sich hoch resiliente Menschen in besonderer Weise durch hohe Werte bezüglich der folgenden sieben Faktoren aus. Diese können mithilfe des von adaptiv learning systems entwickelten RFI® (Resilience Factor Inventory) gemessen und durch spezifische Trainingsmaßnahmen und Übungen kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Die sieben echten Resilienzfaktoren sind:

  1. Emotionssteuerung
  2. Impulskontrolle
  3. Kausalanalyse
  4. Empathie
  5. Realistischer Optimismus
  6. Selbstwirksamkeitsüberzeugung
  7. Reaching-Out/Zielorientierung

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