Freut euch nicht zu früh!  

Häme pur bei LinkedIn über die steigenden Benzinpreise: »Endlich geht es den Fossilen an den Kragen!« »Ich tanke für 5 Cent von meinem eigenen Dach!« Dazu kann man nur sagen: Freut euch nicht zu früh. Hier geht es nicht um ein  Pro oder Contra  Fossile versus »regenerative« Energien. Es geht um das dahinterliegende System.

Der Staat hat 2025 bei einem Haushalt von ca. 480 Mrd. Euro rund 80 Mrd. Euro durch die Nutzung fossiler Energien eingenommen. Das ist fast jeder sechste Euro im Bundeshaushalt.

Mal ehrlich: Wer kann – nein, wer würde auf diesen Geldsegen verzichten? Politiker jedenfalls nicht. Das ist so gut wie ausgeschlossen.

Stellt euch vor, der „Ferryman“ bringt uns am 31.12.2026 endlich ans ersehnte Ufer der Klimaneutralität. Mit einem Schlag fehlen im Jahr 2027 diese 80 Mrd. Euro für Projekte, Geschenke, Lobbyismus und NGOs. Deshalb Vorsicht: »Don’t pay the ferryman«.

Die „Post-Fossil-Inventur“ der Politik – eine Prognose für die neuen Melkkühe:

  • Solarertragssteuer: Die Sonne schickt keine Rechnung, das Finanzamt schon.
  • Windertragssteuer: Besteuerung der kinetischen Energieentnahme.
  • Netzentgelte für Erzeuger: Jetzt zahlen auch die, die einspeisen.
  • Akkumulatorsteuer: Pauschal 4 € pro kWh Kapazität (auch für den Heimspeicher). Und falls das jemanden an die KFZ-Steuer erinnert – das ist Zufall.
  • Backup-Abgabe: Für die Sicherheit in der „Dunkelflaute“.

Kritiker werden sagen, dass die Transformation nicht über Nacht passiert. Dass der Wegfall der 80 Mrd. Euro durch neue Industrien, Green-Tech-Steuern und sinkende Umweltschadenskosten kompensiert wird.

Ich wäre mir da nicht so sicher. „Schaun mer mal, dann sehn mer scho.“

Technisch ist das alles kein Problem. Dank intelligenter Digitaltechnik lässt sich heute alles minutiös erfassen – selbst hinter der letzten Milchkanne auf dem Aussiedlerhof.

Rien ne va plus – die Bank gewinnt immer. In diesem Fall der Staat.

Ist jemandem die Häme vergangen?

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