{"id":890,"date":"2010-10-21T16:48:43","date_gmt":"2010-10-21T14:48:43","guid":{"rendered":"https:\/\/test.businessvillage.de\/blog\/2010\/10\/21\/von-mensch-zu-mensch\/"},"modified":"2023-02-21T15:43:31","modified_gmt":"2023-02-21T14:43:31","slug":"von-mensch-zu-mensch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.businessvillage.de\/blog\/von-mensch-zu-mensch\/","title":{"rendered":"Von Mensch zu Mensch"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Manko, das vielen F\u00fchrungskr\u00e4ften bei der t\u00e4glichen Arbeit und auf ihrer pers\u00f6nlichen Erfolgsroute zu schaffen macht, ist nicht etwa eine mangelnde fachliche Qualifikation. Vielmehr ist es ein ungeschicktes pers\u00f6nliches Auftreten, das sp\u00e4testens in schwierigeren zwischenmenschlichen Situationen zur Belastung wird. Wem die n\u00f6tige Souver\u00e4nit\u00e4t im Kontakt und im Dialog mit Kunden, Kollegen und Mitarbeitern fehlt, wird an diesen Stellen kaum eine positive Wirkung erzielen. Die Folgen sind geringe Akzeptanz, fehlendes Durchsetzungsverm\u00f6gen und wenig Anerkennung bis hin zur Unbeliebtheit \u0096 und alarmierende Umfrageergebnisse: Neun von zehn deutschen Arbeitnehmern f\u00fchlen sich laut einer Gallup-Umfrage emotional mit ihrer Firma nicht verbunden, sieben von zehn beklagen, am Arbeitsplatz \u0084nicht als Mensch\u0093 behandelt zu werden.<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Dementsprechend hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der berufliche und somit auch der wirtschaftliche Erfolg in h&ouml;chstem Ma&szlig;e von der Pers&ouml;nlichkeit beeinflusst wird. Und das gilt insbesondere f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte, die schlie&szlig;lich im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Selbst kleinere Unachtsamkeiten k&ouml;nnen hier unerw&uuml;nschte Kettenreaktionen ausl&ouml;sen. Damit entscheiden heute l&auml;ngst nicht mehr nur die fachlichen F&auml;higkeiten und Qualifikationen &uuml;ber das berufliche Vorw&auml;rtskommen. Die Wirkung der eigenen Pers&ouml;nlichkeit, der souver&auml;ne Auftritt und der gekonnte Umgang mit heiklen zwischenmenschlichen Situationen sind von gleich hoher Bedeutung. &ndash; Nur wird diesen Faktoren noch immer zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Viele F&uuml;hrungskr&auml;fte sind sich ihrer pers&ouml;nlichen Wirkung oft nicht einmal bewusst. Und wer seine Wirkung auf seine Mitarbeiter nicht einsch&auml;tzen kann, wird auch nicht in der Lage sein, das interne Geschehen im eigenen Sinne zu beeinflussen und unter Kontrolle zu behalten.<\/span><\/p>\n<h2><span><strong>Souver&auml;ne F&uuml;hrungskr&auml;fte arbeiten mit Herz und Verstand<\/strong><\/span><\/h2>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Ihre Mitarbeiter sind das Kapital Ihres Unternehmens. Sie steigern die Leistungsf&auml;higkeit Ihres Unternehmens, indem sie ihr Wissen, ihre Ideen, ihre F&auml;higkeiten und ihr Engagement in das Unternehmen einbringen. Die wohl wichtigste Aufgabe der F&uuml;hrungskraft ist es daher, mit den Mitarbeitern langfristige, tragf&auml;hige und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen. Doch das geschieht nicht von selbst, sondern erfordert Ihrerseits bestimmte Kompetenzen. Sie m&uuml;ssen nicht nur in der Lage sein, die besten Mitarbeiter zu finden, sondern wollen diese auch m&ouml;glichst dauerhaft an das Unternehmen binden. Ihre sozialen und emotionalen F&auml;higkeiten erhalten damit einen extrem hohen Stellenwert. Als F&uuml;hrungskraft legen Sie die Grundlage f&uuml;r den unternehmerischen Erfolg, an dem auch Sie selbst gemessen werden, indem Sie die Bed&uuml;rfnisse Ihrer Mitarbeiter kennen, ihnen Werte und Perspektiven vermitteln, Sinn stiften und individuelle Entfaltungsm&ouml;glichkeiten bieten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Daraus ergeben sich direkte Konsequenzen f&uuml;r Ihre F&uuml;hrungsarbeit. Sie halten zwar einerseits das Ruder in der Hand, andererseits ist nicht zu vergessen, dass die Leistungen Ihrer Mitarbeiter ma&szlig;geblich &uuml;ber Ihren pers&ouml;nlichen Erfolg als F&uuml;hrungskraft mitentscheiden. Wenn Sie als F&uuml;hrungskraft akzeptiert und respektiert werden und auf kooperative und engagierte Mitarbeiter z&auml;hlen k&ouml;nnen, steigen Ihre Erfolgschancen erheblich. Fehlt es Ihnen jedoch an Anerkennung, werden auch die Leistungen der Mitarbeiter nachlassen, was wiederum Ihrer Reputation schadet und ein weiteres Vorw&auml;rtskommen verhindert. Daher ist es unerl&auml;sslich, dass Sie Ihre Mitarbeiter und deren pers&ouml;nlichen Ziele kennen, dass Sie verstehen, was Ihre Mitarbeiter antreibt, und in angemessener Weise individuell auf sie eingehen k&ouml;nnen. Das erfordert vor allen Dingen ein hohes Ma&szlig; an Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Gerade mit dem Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen ist es bei den F&uuml;hrungskr&auml;ften so eine Sache. Das Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen &ndash; auch Empathie genannt &ndash; ist eine F&auml;higkeit, &uuml;ber die zwar jeder Mensch verf&uuml;gt, die aber leider viel zu selten bewusst und gezielt zum Einsatz kommt. Dabei lassen sich mithilfe der Empathie gerade Kommunikationsst&ouml;rungen und damit &uuml;berfl&uuml;ssige <a class=\"wpil_keyword_link \" href=\"\/blog\/category\/kommunikation\/konflikte-loesen\/\"  title=\"Konflikte\" data-wpil-keyword-link=\"linked\">Konflikte<\/a> oder Missverst&auml;ndnisse vermeiden. Die F&auml;higkeit, sich in andere hineinzuversetzen, gilt sogar als unverzichtbarer Baustein des menschlichen Zusammenlebens. Erst durch die M&ouml;glichkeit des Perspektivenwechsels k&ouml;nnen wir die Tragweite des eigenen Handelns folgerichtig absch&auml;tzen und damit Konsequenzen einsch&auml;tzen. Empathie wird so zum entscheidenden Faktor, wenn es darum geht, vorausschauend zu agieren. Eine gute F&uuml;hrungsarbeit ohne Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen ist damit schlichtweg nicht m&ouml;glich.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Der Begriff meint die F&auml;higkeit und gleichzeitige Bereitschaft, sich in die Gedankenwelt und das Empfinden anderer Menschen einzuf&uuml;hlen. Obwohl Empathie nun eine ganz nat&uuml;rliche Gabe ist, verstehen es nur wenige Menschen, sie als festen und notwendigen Bestandteil insbesondere auch der Kommunikation im Unternehmen zu betrachten. Das liegt weniger an der unterschiedlichen Auspr&auml;gung dieser F&auml;higkeit bei den verschiedenen Menschen, sondern weitaus eher daran, dass es zuweilen einzig am Willen mangelt, sich in andere hineinzuversetzen. So manche F&uuml;hrungskraft glaubt wom&ouml;glich noch immer, sich mit derartigem Hokuspokus nicht abgeben zu m&uuml;ssen. Die Realit&auml;t zeigt jedoch, dass eine moderne F&uuml;hrungskraft geradezu darauf angewiesen ist, die Emotionen der Mitarbeiter zu erkennen &ndash; wenn sie denn nicht emotional blind und damit wirkungslos agieren m&ouml;chte.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Gerade F&uuml;hrungskr&auml;ften geht es oft so, dass sie vor allem auf ihre alleinige Betrachtungsweise der Dinge fixiert sind. Dabei wird schlichtweg vergessen, dass nahezu jedes Handeln und jede Kommunikation an Wert verliert, wenn nur von einer einzigen isolierten Perspektive ausgegangen wird. Sobald wir mit anderen in Beziehung treten, kommen wir nicht umhin, ganz explizit auf das Gegen&uuml;ber einzugehen, da wir uns andernfalls selbst die M&ouml;glichkeit der gezielten Einflussnahme nehmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-812.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/812.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Die innere Einstellung auf den Gespr&auml;chspartner wird oft direkt durch mehrere zur Gewohnheit gewordene Verhaltensweisen verhindert. Viele Gespr&auml;che werden bereits unter bestimmten Vorzeichen begonnen, ohne dass zuvor viele Worte gewechselt wurden: Unsere Meinung zu einem Thema oder einer Sache steht meist mehr oder weniger fest. Folglich ist es nicht ganz einfach, den Drang zu (Vor-)Urteilen v&ouml;llig abzulegen. Gerade dieser Filter der eigenen Erfahrungen und Ansichten behindert eine unvoreingenommene Wahrnehmung der gegebenen Situation. Wir sind es gewohnt, nach bekannten Mustern zu suchen, finden sie auch fast immer und k&ouml;nnen dann nach herk&ouml;mmlichem Schema reagieren. Dieses Problem wird gerade in schwierigen Situationen und Gespr&auml;chen nochmals verst&auml;rkt. In heiklen Momenten sehen wir uns mit der Neigung konfrontiert, m&ouml;glichst schnell zu reagieren. Wir wollen uns rasch eine Meinung bilden (oder auf eine bereits bestehende zur&uuml;ckgreifen) und meinen, am besten sofort eine Antwort oder Stellungnahme parat haben zu m&uuml;ssen. Das geht dann zulasten des Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gens. Bedingt durch den dominierenden Antrieb, schnell mit einer Meinung und irgendeiner Reaktion aufwarten zu m&uuml;ssen, vers&auml;umen wir es, uns in die ganz spezifische Situation des Gespr&auml;chspartners hineinzuversetzen. Anstatt nun genau hinzuh&ouml;ren und auch einen Blick hinter das Gesagte, n&auml;mlich auf das tats&auml;chlich Gemeinte, zu werfen, geben wir uns mit den Vordergr&uuml;ndigkeiten zufrieden.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Theoretisch ist jeder Mensch dazu in der Lage, seine Umwelt mit dem emotionalen und wahrnehmenden Blick einer anderen Person zu betrachten. Das scheitert oftmals allein daran, dass wir es nicht verstehen, uns in den entscheidenden Momenten eines Gespr&auml;chs selbst zur&uuml;ckzunehmen und uns von vorgefassten Meinungen, die nicht selten echte Vorurteile sind, zu trennen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Eines der vornehmlichsten Ziele der Kommunikation &ndash; zumal im Unternehmen &ndash; ist das gegenseitige Verstehen. Mittels praktizierter Empathie l&auml;sst sich jede Verst&auml;ndigung effektiver und reibungsloser gestalten, weil wir viel schneller auf das Wesentliche einer Sache kommen k&ouml;nnen, ohne uns in Missverst&auml;ndnissen, Fehlinterpretationen und Nebens&auml;chlichkeiten zu verlieren. Wer sich in sein Gegen&uuml;ber hineinversetzt, wird seine Gedanken besser nachvollziehen und die Person selbst (und nicht nur ihre Worte) verstehen k&ouml;nnen. Kurz: Wenn Sie als F&uuml;hrungskraft Ihr Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen bewusst einsetzen, agieren Sie schlicht und einfach effizienter und werden zugleich als souver&auml;ne Pers&ouml;nlichkeit wahrgenommen.<\/span><\/p>\n<h2><span><strong>Wie Sie das Vertrauen und den Respekt Ihrer Mitarbeiter gewinnen<\/strong><\/span><\/h2>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>F&uuml;r eine effiziente und insgesamt reibungslose Zusammenarbeit ist es f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte zudem erforderlich, als glaubw&uuml;rdig wahrgenommen zu werden und das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen &ndash; und zu erhalten. Wie jeder wei&szlig;, kann auch ein L&uuml;gner nur dann erfolgreich t&auml;uschen, wenn er im Normalfall die Wahrheit spricht. Ansonsten w&auml;re auch die L&uuml;ge nutzlos, keiner w&uuml;rde sie ihm abkaufen. Aber gerade bei der Ehrlichkeit in der Unternehmenskommunikation hapert es oft gewaltig. Versuchen Sie doch einmal, einen Tag lang Ihren Mitarbeiten und Kunden gegen&uuml;ber g&auml;nzlich aufrichtig zu sein. Vielleicht gen&uuml;gt es f&uuml;r weniger Mutige zum Anfang auch, wenigsten die L&uuml;gen und Halbwahrheiten zu z&auml;hlen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Als Goethe seine Autobiografie ver&ouml;ffentlichte, nannte er sie weitsichtig &bdquo;Dichtung und Wahrheit&ldquo;. Damit zeigte er ein hohes Ma&szlig; an Selbstreflexion. Er wusste, wenn der Mensch &uuml;ber sich selbst und von den Dingen spricht, die ihm wichtig sind, neigt er dazu, zu verschleiern, sch&ouml;n zu f&auml;rben &ndash; schlichtweg zu l&uuml;gen. Ein Sachverhalt, der sich im Unternehmen kaum anders verh&auml;lt: Wichtige Entscheidungen (die selten ohne Konsequenzen f&uuml;r die Mitarbeiter bleiben) sowie Ver&auml;nderungen und ihre Ursachen werden im Rahmen einer restriktiven Informationspolitik nur rudiment&auml;r kommuniziert, Probleme werden vertuscht oder besch&ouml;nigt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Solche Methoden der Unternehmenskommunikation sind zwar veraltet, jedoch noch immer weit verbreitet. Sie zeigen dabei ganz offenkundig einen Mangel an Vertrauen und auch an Wertsch&auml;tzung: Werden die Mitarbeiter nicht, widerwillig oder falsch informiert, hei&szlig;t dies nichts anderes, als dass ihnen kein Vertrauen entgegengebracht wird, dass sie es nicht wert sind, umfassend informiert zu werden. Zugleich wird von den Mitarbeitern Motivation und hohe Leistungsbereitschaft erwartet. &ndash; Wof&uuml;r? Niemand wird sich gern f&uuml;r ein Unternehmen richtig ins Zeug legen, dessen F&uuml;hrungsriege ihm kein Vertrauen entgegenbringt und es nicht f&uuml;r notwendig h&auml;lt, elementare Informationen zu kommunizieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Ihre Mitarbeiter wollen auf dem neuesten Stand sein. Ein informierter Mitarbeiter ist zu erheblich mehr Leistung bereit als einer, der nur ein sprichw&ouml;rtliches R&auml;dchen im Getriebe ist. Das gilt insbesondere f&uuml;r st&uuml;rmische Zeiten. Nur wer &uuml;ber bestehende Schwierigkeiten und ihre m&ouml;glichen Folgen Bescheid wei&szlig;, kann seinen Teil dazu beitragen, diesen auch entgegenzuwirken. &ndash; Zugleich, was oft vergessen wird, ist ein Unternehmen wie ein kleines Dorf: Ger&uuml;chte sprechen sich schnell herum. Aus einer nicht ganz der Wahrheit entsprechenden, f&uuml;r die Ohren der Mitarbeiter bestimmten Information wird schnell ein mit den schlimmsten Bef&uuml;rchtungen gew&uuml;rztes Konstrukt, das &ndash; oft verf&auml;lscht oder dramatisiert &ndash; nach unten durchsickert, f&uuml;r Spannungen sorgt und so letztendlich den Unternehmenszielen schaden kann. &ndash; Ein Unternehmen ist gewiss nicht der richtige Ort, um &bdquo;Stille Post&ldquo; zu spielen!<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Gerade in schwierigen Situationen wie bei anstehenden einschneidenden Ver&auml;nderungen und Neustrukturierungen jeder Art ist es Aufgabe der F&uuml;hrungskr&auml;fte, eine transparente Informationspolitik zu betreiben. Ein heikler Moment sind auch erforderlich werdende Entlassungen, vor allem, wenn sie im Unternehmen beliebte oder gleich mehrere Mitarbeiter betreffen. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie glaubw&uuml;rdige Informationen liefern. Nur so k&ouml;nnen Sie allen Ger&uuml;chten Einhalt gebieten, der Verunsicherung entgegenwirken und das Vertrauen in Ihre Person und Ihre F&uuml;hrungsqualit&auml;ten st&auml;rken.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Halten Sie sich dabei an die folgenden Regeln:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><span>Gehen Sie in die Offensive: \tWenn Probleme auftreten, sprechen Sie dar&uuml;ber, bevor es andere tun! \tScheuen Sie sich dabei nicht, auch eigene Fehleinsch&auml;tzungen \tzuzugeben.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Vertuschen Sie nichts: Eine \tunangenehme Situation zu verheimlichen oder zu leugnen, kann nicht \tgelingen. Letztlich wird doch alles an die &Ouml;ffentlichkeit gelangen. \tMit einem vorausgegangenen Versuch, etwas zu vertuschen, wird auch \tdas letzte Vertrauen und jede Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt. \tInformieren Sie deshalb richtig, vollst&auml;ndig und so aktuell wie \tm&ouml;glich.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Besch&ouml;nigen Sie nichts: \tKl&auml;ren Sie umfassend &uuml;ber die Ursachen auf und dar&uuml;ber, warum Sie \twelche Schritte einleiten. Gestalten Sie Ihr Handeln transparent und \tnachvollziehbar.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Zeigen Sie Verst&auml;ndnis und \tMitgef&uuml;hl f&uuml;r die Sorgen und &Auml;ngste Ihrer Mitarbeiter: Wichtig \tist hier, nicht distanziert oder desinteressiert zu erscheinen. Ihre \tpers&ouml;nliche Pr&auml;senz ist erforderlich.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Gehen Sie auf andere zu: \tSuchen Sie den pers&ouml;nlichen Kontakt zu den wichtigsten Gespr&auml;chs- \tund Gesch&auml;ftspartnern, damit diese die Informationen aus erster \tHand erhalten.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Selbstverst&auml;ndlich werden auf der F&uuml;hrungsebene eines Unternehmens auch streng vertrauliche Aspekte behandelt, die nur f&uuml;r einen begrenzten Personenkreis bestimmt sind. Doch um diese geht es hier nicht. Gemeint sind Informationen, die die Mitarbeiter tats&auml;chlich angehen (und die auf Dauer ohnehin nicht verschwiegen werden k&ouml;nnen). H&auml;ufig werden solche Informationen aus reiner Konfliktscheu oder einem falschen Harmoniebed&uuml;rfnis nicht kommuniziert. Eine souver&auml;ne F&uuml;hrungskraft geht Konfrontationen nicht aus dem Weg und steht zu ihren Entscheidungen. Dadurch gewinnt sie das Vertrauen der Mitarbeiter ebenso wie ihren Respekt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-842.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/842.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Vertrauen bedingt grunds&auml;tzlich immer ein hohes Ma&szlig; an Zuverl&auml;ssigkeit. Wichtig ist, dass allen Ank&uuml;ndigungen, also Ihren Worten, auch entsprechende Taten folgen. Wer etwas ank&uuml;ndigt oder gar Versprechungen macht, der muss sie auch einhalten. Hierbei geht es nicht nur um verbummelte Besprechungstermine oder &Auml;hnliches, sondern oft auch um diffizilere Angelegenheiten. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Vertrauen bei den Mitarbeitern kann aber auch verspielt werden, wenn diese gar nicht direkt betroffen sind. Mir ist ein kleineres Unternehmen bekannt, wo der Chef unverhohlen damit prahlte, dass er seine Rechnungen grunds&auml;tzlich erst nach der ersten Mahnung bezahlt und dann auch noch 2 Prozent Skonto abzieht! &ndash; W&uuml;rde Sie einem solchen Chef vertrauen? Sicher nicht. Auch seine Mitarbeiter m&uuml;ssen hier geradezu zwangsl&auml;ufig denken, dass dieser Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auch intern keine Gelegenheit ungenutzt l&auml;sst, um sie zu &uuml;bervorteilen. Zumindest werden die Mitarbeiter keinen Respekt vor einer Person haben, die ein derartiges Verhalten an den Tag legt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Tats&auml;chlich sind die Arten, das Vertrauen der Mitarbeiter zu verspielen &ndash; oder zu gewinnen &ndash; vielf&auml;ltig. Ebenso verh&auml;lt es sich mit Handlungsweisen, die eine (mangelnde) Wertsch&auml;tzung der Mitarbeiter ausdr&uuml;cken. Oft sind es schon Kleinigkeiten &ndash; Nuancen, die sich manchmal am Rande des eigentlichen Geschehens abspielen &ndash;, die eine niveauvolle Unternehmenskultur und damit eine Wertsch&auml;tzung der Mitarbeiter offenbaren (oder eben nicht &hellip;).<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Daf&uuml;r einige Beispiele:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><span>Sie stehen im Gang am Kopierer \tneben der T&uuml;r und sehen einen mit Ordnern bepackten Mitarbeiter \tkommen. Es kostet Sie nichts, ihm kurz die T&uuml;r aufzuhalten. Bereits \teine solche Bagatelle (mehr noch &ndash; ihr Ausbleiben) wird sich Ihr \tMitarbeiter merken.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Sie f&uuml;hren einen wichtigen \tGesch&auml;ftspartner durch die Firma und zeigen sich dabei \tselbstverst&auml;ndlich und f&uuml;r alle ersichtlich von Ihrer besten \tSeite. Kaum ist der Besuch vorbei, geben Sie einem Mitarbeiter eine \truppige Anweisung. Es liegt auf der Hand, dass hier etwas schief \tl&auml;uft: Auch Ihr Mitarbeiter ist ein Gesch&auml;ftspartner, der nicht \tnur f&uuml;r Sie, sondern vielmehr <\/span><span><span style=\"text-decoration: underline;\">mit<\/span><\/span><span> Ihnen arbeitet.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Ein Auftrag muss dringend \terledigt werden, mehrere Mitarbeiter legen sich t&uuml;chtig ins Zeug \tund arbeiten bis zum sp&auml;teren Abend. Wer hier die Gelegenheit \tausl&auml;sst, den Mitarbeitern bspw. Pizzas zu bestellen oder ihnen \tnach getaner Arbeit mit anerkennenden Worten (&bdquo;Ich bin wirklich \tfroh, dass Sie das noch hinbekommen haben.&ldquo;) die Hand zu dr&uuml;cken, \twird beim n&auml;chsten Mal vielleicht nicht wieder auf so viel \tEinsatzbereitschaft treffen. &ndash; Schon ein schlichtes &bdquo;Danke&ldquo; \that hier eine gro&szlig;e Wirkung.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Weil \tgerade viel zu tun ist, schleppt sich ein Mitarbeiter trotz seiner \tErk&auml;ltung zur Arbeit. &ndash; Hier ist Feinf&uuml;hligkeit gefragt. Was \tglauben Sie, wie sehr sich Ihr Mitarbeiter freut, wenn Sie ihm eine \tTasse Tee an den Schreibtisch bringen (oder notfalls auch mit den \tbesten Gr&uuml;&szlig;en bringen lassen)? Schlie&szlig;lich h&auml;tte er ohne \tWeiteres auch drei Tage im Bett bleiben k&ouml;nnen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Nicht nur bei derartigen &bdquo;Kleinigkeiten&ldquo; werden Fehler gemacht oder, nicht minder &auml;rgerlich, gute Gelegenheiten, den Mitarbeitern Wertsch&auml;tzung auszudr&uuml;cken, verpasst. Ein Mangel an Wertsch&auml;tzung zeigt sich oft gerade auch im gr&ouml;&szlig;eren Rahmen. Und hier zuweilen in der Annahme, genau das Richtige zu tun:<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-842.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/842.jpg\"><\/a><\/p>\n<p><span>Viele Unternehmen sind unaufh&ouml;rlich bestrebt, ihre Mitarbeiter zu motivieren. Darauf ist nicht selten die gesamte interne Kommunikation ausgerichtet. Die Mittel, die f&uuml;r die Motivation der Mitarbeiter verwendet werden, sind dabei oft allzu durchsichtig und wirken mitunter arg gek&uuml;nstelt &ndash; zuweilen sind sie sogar primitiv. Sp&auml;testens der von Fastfood-Ketten bekannte &bdquo;Mitarbeiter des Monats&ldquo; sollte nicht zur Nachahmung verleiten. Solche fadenscheinigen Methoden bewirken genau das Gegenteil vom Gew&uuml;nschten: Die Mitarbeiter geraten unter Druck und der Motivierende ist der niemals endenden Anstrengung ausgesetzt, fortw&auml;hrend f&uuml;r Nachschub in Sachen Motivation zu sorgen. &ndash; Die Mitarbeiter werden unterdessen f&uuml;r dumm verkauft, als k&ouml;nnten sie die aufgesetzten Motivationsmechanismen nicht durchschauen. Zus&auml;tzlich wird den Mitarbeitern permanent unterstellt und suggeriert, dass sie eben nicht motiviert sind &ndash; ansonsten m&uuml;ssten sie ja schlie&szlig;lich nicht unaufh&ouml;rlich motiviert werden. Das Motivationsgehabe impliziert zudem einen weiteren Kardinalfehler: Oft wird allein das Kollektiv, nicht aber der einzelne Mitarbeiter, das Individuum angesprochen. Und Generalma&szlig;nahmen haben fast grunds&auml;tzlich erhebliche Streuverluste: Was den einen vielleicht noch motivieren mag, wird der andere als Provokation empfinden.<\/span><\/p>\n<p><span>In vielen Firmen hat sich in den letzten Jahren verst&auml;rkt eine spezielle Variante eingeschlichen, um die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und das Zugeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl zu st&auml;rken: die Durchf&uuml;hrung regelm&auml;&szlig;iger Firmenveranstaltungen. Sch&ouml;n und gut. Das Problem ist jedoch, dass eine Teilnahme oft explizit erwartet wird &ndash; und das, obwohl solche Festlichkeiten zumeist in den Abendstunden oder an den Wochenenden stattfinden. Wenn die Teilnahme an solchen Veranstaltungen verpflichtend ist, dann handelt es sich um Arbeit &ndash; und nicht um Freizeit, wie irrt&uuml;mlich angenommen. Es hat seinen Grund, dass die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben m&ouml;glichst nicht verwischt werden sollten. Die Mitarbeiter brauchen ein klar abgegrenztes Privatleben, zumal dann, wenn sie viele &Uuml;berstunden ableisten m&uuml;ssen. Mit Pflichtveranstaltungen greift eine Firma unter Umst&auml;nden in unzul&auml;ssiger Weise in das Privatleben ihrer Mitarbeiter ein und ruft damit Unbehagen hervor &ndash; und eben nicht den erhofften Zusammenhalt.<\/span><\/p>\n<p><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-812.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/812.jpg\"><\/a><\/p>\n<p><span>In etlichen F&auml;llen wird Geld als Allheilmittel eingesetzt. Irrt&uuml;mlich wird angenommen, dass zugunsten eines hohen Gehaltes auf eine niveauvolle Unternehmenskultur verzichtet werden kann &ndash; dass ein Unternehmen sich quasi davon freikaufen kann. &bdquo;Ich zahle ein &uuml;berdurchschnittliches Gehalt, daf&uuml;r kann ich aber auch machen, was ich will!&ldquo; Der Kreislauf ist hinl&auml;nglich bekannt: Ein guter Mitarbeiter ist unzufrieden und droht mit K&uuml;ndigung &ndash; anstatt die Gr&uuml;nde f&uuml;r seine Unzufriedenheit zu bek&auml;mpfen, erh&auml;lt er eine Gehaltserh&ouml;hung. Viele Chefs denken in solchen F&auml;llen &bdquo;Wie viel wollen Sie?&ldquo;, nicht aber &bdquo;Was wollen Sie?&ldquo;. Tats&auml;chlich sind fast 90 Prozent aller Personalverantwortlichen der Meinung, dass das Geld der ma&szlig;gebliche Faktor sei, um einen Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden. Irrtum! Ein gutes Gehalt ist zwar jedem Mitarbeiter wichtig &ndash; dass man sich im Unternehmen wohl f&uuml;hlt, ist f&uuml;r die meisten Mitarbeiter jedoch noch bedeutender. Ganz klar steht hier eine gute Unternehmenskultur vor den finanziellen Aspekten. F&uuml;r kurze Zeit m&ouml;gen sich die Angestellten mit einem hohen Gehalt zufriedengeben, auf Dauer wird es allein jedoch nicht ausreichen. Sind die Mitarbeiter unzufrieden, entsteht immer eine hohe Personalfluktuation &ndash; auch wenn hohe Geh&auml;lter gezahlt werden. <\/span><\/p>\n<h2><span><strong>Wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren &ndash; und wie nicht<\/strong><\/span><\/h2>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Gegenseitiges Vertrauen und die Wertsch&auml;tzung der Mitarbeiter st&auml;rken nicht nur die Kooperation im Team, sie f&ouml;rdern auch ganz unmittelbar die Leistungsbereitschaft. Jede F&uuml;hrungskraft steht dennoch immer wieder vor der Frage, wie sie zur Motivation der Mitarbeiter am besten beitragen kann. Die Antwort f&auml;llt klar aus: Schaffen Sie zuerst s&auml;mtliche Bedingungen und Faktoren ab, die Ihre Mitarbeiter demotivieren! Das setzt nat&uuml;rlich voraus, dass Sie erkennen, welche Faktoren dies sind. Das eingangs erw&auml;hnte Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen l&auml;sst an dieser Stelle gr&uuml;&szlig;en! Denn nat&uuml;rlich ist es unerl&auml;sslich, aufmerksam wahrzunehmen, was unter den Mitarbeitern vor sich geht, welche Stimmung herrscht und welche Verhaltensmuster und Strukturen entstehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Sind einzelne oder auch mehrere Mitarbeiter sp&uuml;rbar demotiviert, wird sich die weitsichtige F&uuml;hrungskraft zuerst selbst fragen, welche Rolle sie bei dem Ganzen spielt. Folgende Verhaltensweisen f&uuml;hren zweifellos zur Demotivation Ihrer Mitarbeiter:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><span>schlechte Informationspolitik \tgegen&uuml;ber den Mitarbeitern<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>&Uuml;berlegenheit demonstrieren<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Dominanzverhalten<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>unsachliche und anma&szlig;ende \tKritik<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>pedantisch auf Kleinigkeiten \therumreiten<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>fehlendes Vertrauen in die \tMitarbeiter und ihre F&auml;higkeiten<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>keine oder zu geringe \tWertsch&auml;tzung der erbrachten Leistungen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Ausschlie&szlig;en der Mitarbeiter \taus Entscheidungsprozessen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>zu starkes Einschr&auml;nken der \tHandlungs- und Entscheidungsspielr&auml;ume der Mitarbeiter<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Im zweiten Schritt k&ouml;nnen Sie erheblich zur Motivation Ihrer Mitarbeiter beitragen, indem Sie:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><span>eine offene, wertsch&auml;tzende \tKommunikation pflegen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Verantwortungen &uuml;bertragen \tund Ihr Vertrauen in einen Mitarbeiter beweisen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>auf &uuml;bertriebene Kontrollen \tverzichten<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Anerkennung f&uuml;r gute \tLeistungen zeigen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Interesse an der Weiterbildung \tund Qualifikation der Mitarbeiter haben<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>nicht auf einmalige Fehler \teines Mitarbeiters herumreiten<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>sich ernsthaft mit Fragen und \tProblemen der Mitarbeiter befassen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>sich f&uuml;r Belange der \tMitarbeiter einsetzen<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Wirkliches Vertrauen zwischen zwei Personen ist nur bei gegenseitiger Wertsch&auml;tzung m&ouml;glich. Demjenigen, vor dem wir keine Achtung haben, werden wir auch niemals Vertrauen entgegenbringen &ndash; und umgekehrt. Die Basis des Vertrauens ist die Sympathie. Nun l&auml;sst sich nat&uuml;rlich sagen, dass dieser oder jener einem einfach unsympathisch ist, dass da nichts zu machen ist. F&uuml;r einige F&auml;lle mag das zutreffen, oft aber scheitert eine gegenseitige Sympathie schlichtweg an unserer eigenen Voreingenommenheit. Oft gen&uuml;gt es, einen gewissen Vorschuss an Vertrauen zu &bdquo;schenken&ldquo; und den Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Daraus resultiert oft eine Wechselwirkung: Der andere findet uns sympathisch, was wir wiederum selbst sp&uuml;ren, wodurch wir unserem Gegen&uuml;ber weitere Sympathie entgegenbringen. Der Kreis schlie&szlig;t sich, und das Fundament f&uuml;r das gegenseitige Vertrauen ist gelegt. &ndash; Wer uns vertraut, f&uuml;hlt sich als Mensch ernst genommen und verstanden. Und nur wer sich auch verstanden f&uuml;hlt, ist auch bereit, auf uns zu h&ouml;ren.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-842.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/842.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Wenn wir jemandem zeigen, dass auf uns Verlass ist, k&ouml;nnen wir uns meistens auch auf unser Gegen&uuml;ber verlassen. Wer dagegen bis ins Detail reglementiert und Vorschriften aneinander reiht, zeigt, dass Vertrauen fehlt. Ein an die Kandare genommener Mitarbeiter wird Sie als Vorgesetzten ganz gewiss nicht besonders hoch sch&auml;tzen. Die Bereitschaft, mehr zu leisten, ist bei solchen Mitarbeitern am gr&ouml;&szlig;ten, die ihre Vorgesetzten achten, die sie sympathisch finden.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Praxistipps: Wodurch souver&auml;ne F&uuml;hrungskr&auml;fte motivieren<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><span>Positive Ausstrahlung: Mit \tH&ouml;flichkeit, Offenheit, guter Laune und einem L&auml;cheln werden Sie \tf&uuml;r Ihre Mitarbeiter sympathisch und wecken ihr Vertrauen. Ein \tstets grantiger Chef verbreitet eine &uuml;ble Stimmung, die die \tLeistungsbereitschaft der Mitarbeiter vermindert.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Aufmerksamkeit: Nur wer seine \tAntennen ausf&auml;hrt, kann die Bed&uuml;rfnisse seiner Mitarbeiter \terkennen. Zeigen Sie Anteilnahme, auch f&uuml;r private Belange Ihrer \tMitarbeiter. So erkennt der Mitarbeiter, dass Sie ihn als Individuum \twahrnehmen und sch&auml;tzen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Zuverl&auml;ssigkeit: Ihre \tMitarbeiter wollen wissen, woran sie sind, sie wollen einen \tzuverl&auml;ssigen und kalkulierbaren Vorgesetzten, auf den Verlass ist. \tOhne Zuverl&auml;ssigkeit ist Vertrauen nicht m&ouml;glich.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Authentizit&auml;t: Kaschieren Sie \tnicht Ihre eigenen Fehler. Ein Chef mit kleinen &bdquo;Macken&ldquo; ist \timmer sympathischer als ein ewig makelloser. Wer ehrlich mit sich \tselbst ist, dem wird Vertrauen entgegengebracht.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Erfolge w&uuml;rdigen: Sie sollten \tkeine Gelegenheit verpassen, besondere Leistungen oder Erfolge der \tMitarbeiter entsprechend zu w&uuml;rdigen. <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Kontrollverhalten: Vermeiden \tSie &uuml;berm&auml;&szlig;iges Kontrollverhalten! Ihre Mitarbeiter werden es als \tMisstrauen interpretieren. Mit einer &uuml;bersteigerten Kontrolle \tnehmen Sie auch dem motiviertesten Mitarbeiter die Freude an der \tArbeit.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Einw&auml;nde nicht ignorieren, \tsondern provozieren: Wer Einw&auml;nde abprallen l&auml;sst, zeigt nicht nur \teine mangelnde Wertsch&auml;tzung seiner Mitarbeiter &ndash; auch das \tFachwissen derselben bleibt ungenutzt. Tats&auml;chlich bietet gerade \tKritik eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r den Erfolg, Missst&auml;nde und \tSchwachstellen, die &uuml;bersehen wurden, werden dadurch aufgedeckt. \tNur solche Angestellten, die sich nicht mit ihrem Unternehmen \tidentifizieren, denen es egal ist, arbeiten ohne Widerspruch.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><span>Keine Floskeln: Probleme \tk&ouml;nnen niemals mit inhaltsleeren Phrasen &uuml;bert&uuml;ncht werden. Damit \tzeigen Sie lediglich eine mangelnde Wertsch&auml;tzung Ihrer \tMitarbeiter, werden aber nicht zu echten L&ouml;sungen beitragen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Dar&uuml;ber hinaus entscheidet der Umgang mit den eigenen Emotionen dar&uuml;ber, inwieweit es Ihnen gelingt, Ihre Mitarbeiter zu motivieren &ndash; und auch dar&uuml;ber, wie Sie von Ihren Mitarbeitern wahrgenommen werden. Das gilt insbesondere f&uuml;r hitzige Momente und Phasen, in denen Sie mit Hochdruck arbeiten: Denn genau dann ist es am schwierigsten, die Emotionen unter Kontrolle zu behalten.<\/span><\/p>\n<h2><span><strong>Damit Ihnen nicht der Kragen platzt<\/strong><\/span><\/h2>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Emotionen ergeben sich allm&auml;hlich oder auch spontan aus dem Erleben einer Situation und dem Denken. Wie wir nun mit unseren Emotionen umgehen, h&auml;ngt nicht allein von unserem Temperament ab, sondern immer auch davon, von welcher Art eine Emotion ist und mit welcher Intensit&auml;t wir sie erleben.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Gerade heftige Emotionen zeigen sich in vielf&auml;ltiger Weise:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p style=\"margin-top: 0.21cm; margin-bottom: 0cm;\"><span>Wir \terleben sie innerlich als definierbares Gef&uuml;hl, das wir auch \tbenennen k&ouml;nnen (Angst, &Auml;rger, Freude, Trauer);<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-top: 0.21cm; margin-bottom: 0cm;\"><span>sp&uuml;ren \tmeistens k&ouml;rperliche Reaktionen;<\/span><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-top: 0.21cm; margin-bottom: 0cm;\"><span>zeigen \toft dieselben Verhaltensweisen infolge der Emotionen.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Einige F&uuml;hrungskr&auml;fte glauben noch immer, dass es am besten sei, m&ouml;glichst gar keine Emotionen zu zeigen. Abgesehen davon, dass dies ohnehin unm&ouml;glich ist, ist diese Annahme auch falsch: Scheuen Sie sich nicht, Gef&uuml;hle zu zeigen. Gerade souver&auml;ne Menschen stehen zu ihren Emotionen. Au&szlig;erdem wirkt nichts &uuml;berzeugender als ein Mensch, der neben dem Verstand auch mit dem Herzen bei der Sache ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Die Gef&uuml;hle selbst sind nicht direkt beeinflussbar, lediglich der Umgang mit ihnen: Man kann sie als Bereicherung oder als St&ouml;rung ansehen; und wir k&ouml;nnen sie ignorieren und unterdr&uuml;cken (wenn auch nicht auf Dauer) oder wir k&ouml;nnen sie offen zeigen. Gerade das Ignorieren von Gef&uuml;hlen ist h&ouml;chstens kurzfristig zweckm&auml;&szlig;ig. &ndash; Weil Emotionen immer vorhanden sind, ist es oft vorteilhafter, sie in die eigenen Handlungsweisen zu integrieren. Gerade in Gespr&auml;chen und Verhandlungen sind Emotionen ein wichtiger Faktor der &Uuml;berzeugungsarbeit. Sie machen die Gespr&auml;chsinhalte plastisch und lebendig. Emotionslos erscheinende Menschen wirken wenig engagiert und oft irgendwie mechanisch, weshalb sie auch keine beliebten Gespr&auml;chspartner sind &ndash; sie werden es auch nicht schaffen, ihre Mitarbeiter f&uuml;r etwas zu begeistern. Je st&auml;rker wir kraftvolle Emotionen unterdr&uuml;cken, umso weniger kann die eigene Ausstrahlung wirken, weil sie bewusst ged&auml;mpft wird und dadurch einfach unecht anmutet. Nur wer Emotionen zul&auml;sst, kann wirklich authentisch sein.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-842.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/842.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Nat&uuml;rlich k&ouml;nnen wir im t&auml;glichen Geschehen nicht jede Emotion unmittelbar zeigen, eine affektierte &Uuml;bersteigerung der eigenen Gef&uuml;hle kann sogar &uuml;beraus pathetisch wirken, womit man weit &uuml;ber das Ziel hinaus schie&szlig;t. Starke Gef&uuml;hle dagegen m&uuml;ssen sich entladen. Wenn es hierbei um Begeisterung und Freude &uuml;ber eine Sache geht, gibt es zumeist auch keinen Grund, solche positiven Emotionen zu unterdr&uuml;cken. Der Umgang mit negativen Emotionen ist etwas schwieriger. In einigen heiklen Situationen kommt es immer wieder zu Momenten der Ver&auml;rgerung, die sich &ndash; wenn es sich nicht nur um kurzfristige Augenblicke handelt &ndash; in ihren Ausma&szlig;en extrem steigern k&ouml;nnen. Anfangs reagieren die meisten Menschen noch instinktiv richtig: Sie signalisieren dem Gegen&uuml;ber mit ihrer Gestik und Mimik ihren Unmut (beispielsweise durch ein Stirnrunzeln oder mit einem forschenden Blick). Ein aufmerksamer Zuh&ouml;rer wei&szlig; solche Signale zu deuten und wird sein Verhalten &auml;ndern. Manche Gespr&auml;chspartner sind weniger feinf&uuml;hlig, vielleicht wollen sie uns sogar bewusst reizen oder die Grenzen ausloten.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>An solchen Punkten angelangt, kommt man mit dem Unterdr&uuml;cken der eigenen Ver&auml;rgerung nicht weiter. Auch verr&auml;t die K&ouml;rpersprache h&ouml;chstwahrscheinlich, wie es wirklich um uns bestellt ist. Zudem kann sich der entstandene Druck gef&auml;hrlich aufstauen. Bei &Auml;rger mischt sich dann leicht ein Hauch von Ironie und &Uuml;berheblichkeit in unsere Worte, wodurch eine ohnehin angespannte Situation schnell eskalieren kann. Und eine pl&ouml;tzliche Explosion mit hochrotem Kopf und sich &uuml;berschlagender Stimme kann auch nicht der richtige L&ouml;sungsweg sein. Solche Ausbr&uuml;che sollten wir lieber vermeiden. Grunds&auml;tzlich gilt es, die Ver&auml;rgerung zu versachlichen, sie auf die tats&auml;chlichen Ursachen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren und verst&auml;rkende Effekte gedanklich zu bremsen. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><a id=\"advertiserLink\" href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/gespraechsrhetorik,-2.-auflage\/eb-812.html\"><img decoding=\"async\" class=\"advertiser\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/812.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Das hei&szlig;t aber auch: Wenn nichts mehr hilft, m&uuml;ssen Sie Dampf ablassen &ndash; aber sachlich. Sagen Sie einfach die Wahrheit, machen Sie Ihrem &Auml;rger Luft und zeigen Sie, was Sache ist. Hierf&uuml;r eignen sich sogenannte emotionale Ich-Botschaften: &bdquo;Mir macht es zu schaffen, dass &#8230;&ldquo;, &bdquo;Es &auml;rgert mich, dass &#8230;&ldquo;, &bdquo;Ich bin an dieser Stelle ver&auml;rgert, weil &#8230;&ldquo;.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Diese Methode hat direkt mehrere Vorteile: Eine fortw&auml;hrende negative Emotion wird keinem Gespr&auml;ch zugute kommen, Sie m&uuml;ssen also eingreifen. Und durch das Aussprechen eigener Gef&uuml;hle handeln Sie &uuml;beraus selbstbewusst. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt auch Mut dazu, den &Auml;rger nicht einfach zu schlucken und gute Miene zum b&ouml;sen Spiel zu machen. Dieser Aspekt ist auch deshalb bedeutend, weil sich ansonsten im Nachhinein erneute Ver&auml;rgerung dar&uuml;ber einstellen kann, dass Sie das mit sich haben machen lassen. &ndash; Gleichzeitig nehmen Sie Ihrem Gegen&uuml;ber den Wind aus den Segeln, indem Sie nicht um den hei&szlig;en Brei herum reden, sondern das Problem ganz konkret benennen. Sie setzen damit klare Grenzen, deren &Uuml;berschreitung Sie nicht zulassen k&ouml;nnen. Hiermit demonstrieren Sie obendrein, dass Sie auch in hitzigen Augenblicken souver&auml;n agieren k&ouml;nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\"><span>Ein guter Tipp f&uuml;r ein souver&auml;neres Auftreten als F&uuml;hrungskraft: Betrachten Sie sich selbst als einen Diplomaten, der in wichtiger Mission unterwegs ist. Was auch immer Sie sagen, bleiben Sie freundlich, auch dann, wenn Ihr Gegen&uuml;ber Sie verbal unter Beschuss nimmt. Bleiben Sie betont gelassen und vor allem sachlich, um eine m&ouml;gliche Eskalation zu verhindern. Wenn die Emotionen auf beiden Seiten hochkochen, ist es &uuml;beraus schwierig, wieder eine gemeinsame Basis und eine Einigung in der Sache zu erreichen. Lassen Sie sich daher nicht provozieren, gehen Sie zugleich mit gutem Beispiel voran: Zeigen Sie, dass Ihnen an einer fairen und niveauvollen Kommunikation gelegen ist. Die meisten Hitzk&ouml;pfe wird diese Grundhaltung schnell wieder auf den Teppich bringen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Manko, das vielen F\u00fchrungskr\u00e4ften bei der t\u00e4glichen Arbeit und auf ihrer pers\u00f6nlichen Erfolgsroute zu schaffen macht, ist nicht etwa eine mangelnde fachliche Qualifikation. Vielmehr ist es ein ungeschicktes pers\u00f6nliches Auftreten, das sp\u00e4testens in schwierigeren zwischenmenschlichen Situationen zur Belastung wird. 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