{"id":2904,"date":"2013-05-23T13:20:00","date_gmt":"2013-05-23T11:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/test-bv.gambiocloud.com\/blog\/2013\/05\/23\/wattepackungen\/"},"modified":"2021-07-21T08:10:05","modified_gmt":"2021-07-21T06:10:05","slug":"wattepackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.businessvillage.de\/blog\/wattepackungen\/","title":{"rendered":"Wattepackungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Deutsche besch\u00e4ftigt sich gerne mit Psychokram. Gerade Frauen sind anf\u00e4llig f\u00fcr diese Thematik. Vom Magazin bis zu den abendf\u00fcllenden TV-Formaten &#8211; die Medien greifen das Thema gierig auf. Jeder kann mitreden und &#8222;mitjammern&#8220;. Gerade letzteres k\u00f6nen wir exzellent.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Jammern ist des Deutschen Lust. Wenn die Deutschen etwas gelernt haben, nachdem sie sich ihren Wohlstand erarbeitet haben, dann ist es zu jammern, sobald er nur durch eine dunkle Wolke am Horizont bedroht werden k\u00f6nnte. Die b\u00f6sen Asiaten nehmen uns die Arbeitspl\u00e4tze, die faulen S\u00fcdeurop\u00e4er nehmen uns die sichere W\u00e4hrung, die schmarotzenden Afrikaner verplempern unsere F\u00f6rdergelder, die verschlagenen Osteurop\u00e4er kommen in unser Land und arbeiten f\u00fcr viel weniger Lohn als wir. Wir jammern \u00fcber den Benzinpreis, die EU, den Nachbarn und die drohende Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Kann es sein, dass tief in uns noch eine vererbte Schuld verborgen ist, die wir nicht verarbeitet haben? Das Leid, das Deutsche unter der Diktatur der Nazis \u00fcber Deutschland, Europa und die Welt gebracht hat, ist unvergleichlich. Nach dem Krieg wollte von dieser Zeit und den Taten niemand mehr etwas wissen. Man hat nach vorne geguckt. Das Jammern kompensiert die Schuld etwas, nach dem Motto: \u201eSieh, mir geht es auch nicht gut!\u201c Andererseits gab es vielleicht auch gen\u00fcgend T\u00e4ter, die es nicht verwunden konnten, zwei Weltkriege und eine Idee, die tausend Jahre reichen sollte, verloren zu haben und so im Jammern \u00fcber die ganze ungerechte Welt verharrten. Wie auch immer, es ist immer schlecht, etwas Unverarbeitetes in uns g\u00e4ren zu lassen. Besser ist, solche Themen zu kl\u00e4ren, bei aller negativer Erkenntnis f\u00fcr sich selbst. Das ist bei vielen Einzelnen unterblieben. Sicher, wir d\u00fcrfen nie vergessen, was Deutsche damals gemacht haben. Wir d\u00fcrfen keinen Schlussstrich ziehen. Das Thema wird dennoch unaufhaltsam mit der Zeit von Generation zu Generation abstrakter und blasser.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/die-burn-out-mode\/eb-922.html\"><img decoding=\"async\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/922.jpg\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Kann es sein, dass wir einfach sehr verw\u00f6hnt sind? Nach dem Krieg ging es immer bergauf. In unseren Genen schien sich gerade einzupflanzen, es w\u00fcrde immer so weitergehen. Da kam die \u00d6lkrise Mitte der 1970er-Jahre. Terrorismus, Umweltverschmutzung, staatliche \u00dcberschuldungen, Vergreisung der Gesellschaft, Finanzkrise \u2013 die Probleme wurden nicht weniger. Weder unser eigenes Leben noch Deutschland oder gar die gesamte Welt nimmt eine geradlinige Entwicklung hin zum immer Besseren. Es gibt Nackenschl\u00e4ge, R\u00fcckschl\u00e4ge, Krisen, Konflikte. Die wird es immer geben. Wir m\u00fcssen lernen, das zu akzeptieren und damit umzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kann es sein, dass uns manchmal die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins fehlt? Unsere Gro\u00dfeltern und Eltern haben eines der stabilsten und reichsten Gemeinwesen der Welt geschaffen, um das uns so manch andere beneiden. Wir haben ein tolles Gesundheitswesen, dass heute sogar von vielen Ausl\u00e4ndern, ob aus Arabien oder Osteuropa, genutzt wird. Ja, den meisten von uns geht es gut. Nehmen wir die Situation doch an und freuen uns \u00fcber unsere Leistungen und unseres Lebens. Wir haben sogar die Zeit, es zu genie\u00dfen, denn anders als Amerikaner und Japaner haben wir nicht nur zwei, sondern regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcnf oder sechs Wochen Urlaub. Wir sollten sogar die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit haben, andere von unserem Kuchen teilzuhaben, sei es im eigenen Land, Stichwort soziale Gerechtigkeit, sei es im Ausland, Stichwort sogenannte Entwicklungshilfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Da fehlt uns offensichtlich ein St\u00fcck der amerikanischen Mentalit\u00e4t, die durch und durch vom positiven Denken und Stolz auf die eigenen Leistungen gepr\u00e4gt ist. Oder von der Einstellung der S\u00fcdeurop\u00e4er, die nicht gleich beim kleinsten Anlass in Panik geraten, sondern die Dinge zun\u00e4chst so nehmen k\u00f6nnen, wie sie sind (die Finanzkrise ist da sicherlich eine berechtigte, weil extreme Ausnahmesituation). Das Sch\u00f6ne an den Desastern wie Stuttgart 21, Flughafen Berlin-Brandenburg, Umsetzung der Energiewende (Schaffung der Infrastruktur) oder Elbphilharmonie Hamburg ist doch zu lernen, selbst wir Deutschen sind in unseren Paradedisziplinen Planung, Organisation und Ausf\u00fchrung nicht perfekt. Wie menschlich, wie normal. Mit einem Augenzwinkern stelle ich fest: Ein Hauch von S\u00fcdeuropa weht durch die Republik.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht sollten wir auch nur von den Australiern lernen, dass ganz einfach Freundlichkeit das Leben angenehmer macht. Die freuen sich offenbar immer noch wie Teufel, wenn jemand sie auf ihrem etwas abseits gelegenen Kontinent besuchen kommt, obwohl die Reise im Vergleich zu vor hundert Jahren deutlich weniger beschwerlich ist. Im Sommerm\u00e4rchen 2006 ist uns das ganz gut gelungen, doch leider konnten wir das gute Wetter und die gute Laune nicht konstant halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kann es sein, dass das Jammern gut zu einer gewissen passiven Grundhaltung passt? Ob Steinbr\u00fcck seine Genossen in der SPD Heulsusen nennt oder ein Ausbilder der Hamburger Polizei von Polizeibeamten weniger Mimoserei fordert, immer ist das Gejammer der Kritisierten gro\u00df. Wer jammert, handelt nicht. Wer dar\u00fcber, wie er behandelt wird, jammert, sieht sich als Opfer. Opfer sehen die Welt negativ. Damit haben sie einen \u201eberechtigten\u201c Grund zum Jammern. Das ist eine perfekte sich selbst erf\u00fcllende Prophezeiung. Wer als Kritisierter jammert, m\u00f6chte keine Ver\u00e4nderung, bleibt in seiner Gewohnheit, seiner Rolle und seiner Bequemlichkeit haften. Er sieht nicht in den Spiegel und fragt \u201eWas ist dran?\u201c Es g\u00e4be wohl Antworten, die man nicht h\u00f6ren m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jammern kommt nicht von Menschen, die nackt auf dem kalten Boden sitzen. Viele Menschen haben sich ihre Komfortzonen geschaffen, aus denen heraus sie sich beklagen. In ihrem Komfort liegen sie warm und bequem und so soll es bleiben. Sie verbitten sich jede St\u00f6rung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Deutschen sind in Watte gepackt<\/h2>\n\n\n\n<p>Das geht im Kindergarten los. Keine Mutter, die der Erzieherin nicht antwortet: \u201eMein Kind tut so etwas nicht!\u201c In der Schule h\u00f6ren die Lehrer von den Eltern Forderungen, Forderungen, Forderungen. Es gibt M\u00fctter, die haben eine Standleitung in das Lehrerzimmer. An schlechten Zensuren sind immer andere Schuld \u2013 der Stoff, die Lehrmethode, der Lehrer oder alles zusammen. Die Grundschule empfiehlt das Gymnasium nicht? Egal, die Mutter wei\u00df es besser. Eine Versetzung ist gef\u00e4hrdet? Schwupp, schnell die Schule gewechselt. Doch die leiseste Anmerkung des Klassenlehrers zum lieben Kleinen l\u00f6st Emp\u00f6rung aus, die kleinste Bitte um Ver\u00e4nderungen seines Verhaltens wird als Anma\u00dfung in die inneren Angelegenheiten der Familie zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Kinder fr\u00fcher nebenbei gro\u00df geworden, ist Erziehung heute ein Fulltime-Job. Die Anspr\u00fcche sind nicht geringer, als f\u00fcr die lieben Kleinen alles richtig zu machen. Wir hatten Nachbarn, deren Grundst\u00fcck unmittelbar an eine Grundschule grenzt, auf die auch unsere Kinder gingen. Die Nachbarn aber lie\u00dfen ihre Kinder jeden morgen zu einer anderen Grundschule karren, weil die einen besseren Ruf hatte (nat\u00fcrlich mit der Folge, dass ihre Kinder in unserer Stra\u00dfe isoliert waren, weil die Kinder sich nicht aus der Schule kannten).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirtschaft bepflastert das Wattenest. Nur ein Beispiel: Als ich schwimmen lernen wollte, musste ich auf F\u00f6hr vom Anleger springen und eine viertel beziehungsweise halbe Stunde um den Anleger herum schwimmen. Dann hatte ich meinen Frei- und Fahrtenschwimmer. Mehr Abzeichen gab es nicht. Heute werden die lieben Kleinen in Schwimmschulen in mehreren Kursen an das Schwimmen behutsam herangef\u00fchrt. Neben den offiziellen Abzeichen Seepferdchen, Bronze, Silber und Gold gibt es \u201ezur Motivation zwischendurch\u201d Bobby Seehund, Frosch, Pinguin, Seer\u00e4uber und Seehund Trixi, um nur einige zu nennen. Die T\u00e4tigkeit Schwimmen hat sich f\u00fcr Menschen \u00fcber Hunderte von Jahren nicht ver\u00e4ndert. Nur die Herangehensweise ist pl\u00f6tzlich eine ganz andere. Rabenmutter, wer heute sein Kind vom Anleger st\u00f6\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Arbeitswatte: Blo\u00df keine Konflikte<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Arbeitsleben sind die Umgangsformen so zivilisiert geworden, dass direkte Kritik weder erlaubt noch ausgehalten wird. Ein gutes Beispiel sind die Arbeitszeugnisse. Sie sollen dem Gesetz nach sowohl wahr als auch wohlwollend sein. Diese Vorgaben dienen dem Arbeitnehmerschutz. Gut gemeint. Die Realit\u00e4t heute ist, dass in den Arbeitszeugnissen keine negativen Aussagen mehr zu finden sind. \u201eDas Arbeitszeugnis ist entwertet\u201c, stellt J\u00fcrgen Hesse, seit \u00fcber zwanzig Jahren Bewerbungs- und Karrierecoach, fest. Das geht bis hin zur weit verbreiteten Unsitte, dass Arbeitnehmer sich ihre Zeugnisse selbst schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen haben sich eine \u2013 mehr oder weniger geheime \u2013 Geheimsprache und Umgehungen wie Anrufe bei den ehemaligen Arbeitgebern eines Bewerbers breitgemacht. Fernm\u00fcndlich \u201eunter vier Augen\u201c kann eben doch auf das eine oder andere hingewiesen werden, das merkt ja keiner. Viel schlimmer als diese unn\u00f6tigen Umst\u00e4nde sind die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer. Keiner muss mehr Kritik f\u00fcrchten, keiner h\u00f6rt mehr Kritik und die, die es n\u00f6tig h\u00e4tten, benehmen sich auch nicht mehr so, als wenn sie Folgen zu f\u00fcrchten h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/die-burn-out-mode\/eb-922.html\"><img decoding=\"async\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/922.jpg\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Dieses Verst\u00e4ndnis von Zeugnissen hat sich auf die rein betriebsinternen Beurteilungen ausgeweitet. Auch da wird Kritik vermieden, fehlen Hinweise auf echte Defizite. Es wird um Silben gek\u00e4mpft, zur Not Seite an Seite mit dem Betriebsrat, nur um sich anschlie\u00dfend wieder hinlegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorgesetzte geben ihren Mitarbeitern daher oft kein echtes Feedback. Es gibt keine tiefer gehende Auseinandersetzung mit dem Mitarbeiter. Stattdessen dominiert Angst vor Auseinandersetzungen, Angst vor dem Betriebsrat, Angst davor, als schwierig zu gelten. Solche Bef\u00fcrchtungen sind berechtigt, denn wer wirklich f\u00fchrend agiert, der macht schnell keine Karriere mehr. Solches Verhalten bedeutet f\u00fcr Betriebsrat und Unternehmensleitung nur <a class=\"wpil_keyword_link \" href=\"\/was-mich-aergert-entscheide-ich\/eb-1047.html\"  title=\"\u00c4rger\" data-wpil-keyword-link=\"linked\">\u00c4rger<\/a> und Mehrarbeit und ist folglich unerw\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Privatwatte: Wir bauen uns einen Kokon<\/h2>\n\n\n\n<p>Ein optimaler N\u00e4hrboden f\u00fcr Watte ist eine gute materielle Grundlage. Normal angestellte Singles mit der in Hamburg \u00fcblichen 50-m\u00b2-Zweizimmerwohnung haben eine Putzfrau. Das mag chic sein. Das Argument ist \u201eIch schaffe das nicht mehr!\u201d Sie selbst glauben das, objektiv ist es nat\u00fcrlich schlicht nicht wahr. Ich habe zehn Jahre alleine gewohnt, bei m\u00e4\u00dfigem Anspruch an Sauberkeit und Ordnung ging es immer ohne Putzfrau. Meine Mutter h\u00e4tte nicht einmal an eine Putzfrau gedacht. Es war ihr Selbstverst\u00e4ndnis, ihren Vierpersonenhaushalt plus Hund und trotz Halbtagsarbeit zu bew\u00e4ltigen. Auch meine Frau kommt bei f\u00fcnf Personen, einem gro\u00dfen Haus und Halbtagsarbeit ohne Putzfrau aus, und das nicht, weil ich gegen eine Putzfrau w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Essen kommt, wenn \u00fcberhaupt, auch f\u00fcr die Kinder fertig aus der Tiefk\u00fchltruhe. Liebe geht nicht mehr durch den Magen. \u201eBei Ihnen wird noch richtig gekocht\u201d, stellte die \u00e4ltere Kassiererin bei Penny letztens trocken gegen\u00fcber meiner Frau fest, die diverse frische Lebensmittel auf das Band gelegt hatte. Kochen ist verkommen zum Event mit Freunden und gemietetem Koch. Der Rest l\u00e4sst kochen \u2013 beim Bier aus der Flasche in der Glotze.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Tannenbaum l\u00e4sst man fertig geschm\u00fcckt anliefern und aufstellen. Kinder lernen, alles l\u00e4sst sich kaufen. Selber machen hat keinen Wert mehr, selbst es f\u00fcr die Liebsten in der Familie zu tun, ist keine Herzensangelegenheit mehr. Jeder m\u00f6chte so sein wie die Reichen, ist es aber nicht. Man lebt nicht mehr selbst, sondern l\u00e4sst leben. Was bleibt ist eine Leere. Wen wundert es, dass die auf Dauer krank macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Leere d\u00fcrfte sich dann noch verst\u00e4rken, wenn dieses \u201eleben lassen\u201c sich nur noch auf das eigene Heim beschr\u00e4nkt. Unter dem Begriff Cocooning, erstmals von der US-amerikanischen Trendforscherin Faith Popcorn in den Achtzigerjahren verwendet, wird eine Tendenz bezeichnet, sich vermehrt aus der Gesellschaft und \u00d6ffentlichkeit in das h\u00e4usliche Privatleben zur\u00fcckzuziehen. Der Trend verst\u00e4rkt sich vor allem in Krisenzeiten wie nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11. September 2011 oder in der Finanz- und Eurokrise.\u200937<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt ist schlecht, in meinem Heim lasse ich es mir gut gehen. Neue Anreize von drau\u00dfen, sich einmischen, Verantwortung \u00fcbernehmen? Fehlanzeige. Hier geht es nur noch um die Gestaltung der Rabatte an der Terrasse und des Dekobords neben dem Fernseher. Die Wirtschaft hat diesen Trend l\u00e4ngst f\u00fcr sich erkannt. K\u00fcchen als Wohnr\u00e4ume, Wellness-B\u00e4der, Magazine wie \u201eLandlust\u201c, Bastelsendungen im Fernsehen und die Schnickschnack-Abteilungen von \u201eDas D\u00e4nische Bettenlager\u201c bis \u201eBauhaus\u201c bedienen den Markt.<\/p>\n\n\n\n<p>So radikal der R\u00fcckzug bei den einen, so extrem die Ablenkung bei anderen. Die leben im Zeitalter des n\u00e4chsten Kicks. Barfu\u00df durch Kambodscha, Bungee-Jumping und Kiten, Ecstasy und Speeddating. Es sind nicht selten die gr\u00f6\u00dften Langweiler, die sich damit interessant machen wollen, oder die mit den Komplexen, die sich nicht trauen, in den Spiegel zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entscheidungen f\u00fcr mich trifft wer?<\/h2>\n\n\n\n<p>Watte h\u00e4lt warm, W\u00e4rme macht tr\u00e4ge. Die Konfrontation mit sich selbst geh\u00f6rt zu den schwersten Schritten im Leben eines Menschen. Daf\u00fcr verl\u00e4sst niemand sein Wattenest. Das \u201eBildung und Wohlstand f\u00fcr alle\u201c der Siebzigerjahre hat zu Saturiertheit und Lethargie gef\u00fchrt. Ob das gewollt war? Jetzt aber droht sich die Mittelschicht aufzul\u00f6sen, es gibt keine Mitte mehr, nur noch billig oder teuer, arm oder reich. Nein, das war nicht abgemacht. Einmal Wattenest, immer Wattenest.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz realer Abstiegsgefahr, die Anspr\u00fcche werden immer gr\u00f6\u00dfer. Galten in den Sechzigerjahren die Jetsetter wie Gunther Sachs und Brigitte Bardot noch unerreichbar, glaubt heute jede Auszubildende mit Gucci Sonnenbrille und gebrauchtem Cabrio dazuzugeh\u00f6ren. Der trommelfeuernden Werbung, den beerbten Gro\u00dfeltern und den Billigfluglinien sei Dank.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vielen Ratgeber zum Burn-out wollen immer helfen, aus dem Burn-out rauszukommen. Warum sind viele Menschen offensichtlich nicht mehr in der Lage, sich selbst n\u00fcchtern zu betrachten, f\u00fcr sich angemessene Entscheidungen zu treffen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und zu akzeptieren? Dann k\u00e4men sie gar nicht erst in so etwas wie Burn-out rein!<\/p>\n\n\n\n<p>Wer im Leben Nachteile sieht, ist nie T\u00e4ter, immer Opfer. Menschen ziehen weit rauf aufs Land, weil es da billiger ist, nur um den vielen Verkehr und die langen Fahrtzeiten zur Arbeit zu beklagen. Sie ziehen an Bahngleise oder Autobahnen und klagen gegen den Stress verursachenden L\u00e4rm. M\u00fctter setzen Kinder in die Welt und wollen arbeiten, was legitim ist, wollen aber keine Betreuungskosten haben, obwohl der Mann Abteilungsleiter ist, der Q7 vor der T\u00fcr steht, das alte Siedlungshaus mit allem Angesagtem zur \u201eVilla\u201c aufgemotzt wird und jedes der Kinder mit elf Jahren ein iPhone sein Eigen nennt. Eltern trennen sich und beklagen die daraus resultierenden Komplikationen und finanziellen Belastungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder kann das alles machen, aber bitte ohne mir zu suggerieren, sie w\u00e4ren bedauernswerte Opfer. Wer trifft all diese Entscheidungen? Nicht ich oder irgendwer oder keiner, sondern nur derjenige, der diese Dinge selbst tut. Jeder tr\u00e4gt f\u00fcr sein Tun und Unterlassen selbst die Verantwortung. Dem gerecht zu werden, erfordert bei vielen eine neue Einsicht, die der Selbstverantwortung.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlecht dran sind die, die zum Leben nicht die Reife entwickelt haben, f\u00fcr sich Gut von Schlecht unterscheiden und danach handeln und entscheiden zu k\u00f6nnen. Wer sich von zu vielen (globalen) Informationen erschlagen f\u00fchlt, hat schlicht das (Bildungs-)Defizit, nicht zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden zu k\u00f6nnen, und nicht genug Charakter f\u00fcr den Mut zur L\u00fccke. \u201eGerade Menschen mit Selbstwertproblemen sind durch die st\u00e4ndige Erreichbarkeit leicht verf\u00fchrbar. Sie schaffen sich die Illusion von Sicherheit und St\u00e4rke durch das Gef\u00fchl: Ich werde gebraucht, ich bin unersetzlich\u201c, sagt G\u00f6tz Mundle, Chefarzt der Oberbergkliniken.\u200938 Das sind individuelle Defizite. Daf\u00fcr kann die Gesellschaft nichts, h\u00f6chstens \u201eSch\u00f6nen Gru\u00df an die Eltern!\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>So steht es jedem frei zu entscheiden, wo und wie er arbeitet, auf was er sich einlassen m\u00f6chte. Wer dabei seine eigenen F\u00e4higkeiten \u00fcber- und die Anforderungen an ihn untersch\u00e4tzt, trifft schlicht eine Fehlentscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sozialdemokratisierung der Gesellschaft ist falsch verstanden worden. Gleiche Chancen f\u00fcr alle bedeutet nicht, die Leistungsh\u00fcrden soweit runter zu h\u00e4ngen, dass jeder r\u00fcberkommt. Auch nicht, dass wenn ich eine H\u00fcrde nicht packe, diejenigen Schuld haben, welche die allgemeing\u00fcltigen H\u00fcrden aufgestellt haben. Es ist f\u00fcr den Einzelnen sch\u00f6n, wenn auch er das Abitur hat und auch er Karriere macht, mittelfristig verlieren aber alle, wenn das allgemeing\u00fcltige Niveau ins Bodenlose sinkt. Das mag bei den Ergebnissen der PISA-Studien noch nicht wirklich wehtun. Wenn die Bildungsdefizite aber im richtigen Leben, zum Beispiel am Arbeitsplatz, offensichtlich werden, dann wird es ernst. Dann ist die Wissensgesellschaft Deutschland im Wettbewerbsnachteil. D\u00fcrfen wir den vielen Mittelst\u00e4ndlern glauben, die schon heute bei Schulabg\u00e4ngern Bildungsdefizite ausmachen, dann haben wir akuten Handlungsbedarf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Psychowatte: Danke Burn-out!<\/h2>\n\n\n\n<p>Burn-out ist das Produkt, das jedem die begehrte Watte f\u00fcr seine Probleme liefert. Unter dieser \u00dcberschrift hat jeder die M\u00f6glichkeit, sich aus der Normalit\u00e4t auszuklinken.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Siebzigerjahren tauchte der Begriff \u201eStress\u201d auf. Wer Stress hatte, hatte viel zu tun. Das war sein Pech, aber auch sein Gl\u00fcck. Denn Stress zu haben bedeutete auch, als Herkules zu gelten, dem entsprechend viel und noch viel mehr zugemutet wurde. Stress war diffus und jeder musste selber sehen, wie er damit klarkam.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Jahrtausendwende etablierte sich das Mobbing. Wer gemobbt wurde, war kein Aufopferer, sondern nur Opfer. Wer sich als Mobbingopfer erkl\u00e4rte, war als Verlierer gebrandmarkt. Immerhin hatte es der Begriff geschafft, die Schuld und damit die Verantwortung der eigenen misslichen Lage allein anderen zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Burn-out verbindet Stress und Mobbing auf eine ideale Weise. Viel zu tun zu haben, also eigentlich ein Held zu sein, und die Verantwortung f\u00fcr das eigene Scheitern bei anderen abzuladen. Verbal angeklagte Arbeitgeber sind sofort in der Verteidigungshaltung. In den USA aus Angst vor juristischen Klagen, in Deutschland, weil wir einen offenen und objektiven Umgang mit denen scheuen, die sich ein Wattenest gebaut haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier ist die Sozialdemokratisierung unserer Gesellschaft falsch verstanden worden, und zwar von Politikern, die sich zwar \u00fcber mangelnden Zuspruch von W\u00e4hlern wundern, aber die die \u00dcberzeugungen ihrer eigenen Klientel nicht verstehen k\u00f6nnen oder wollen. Auch und gerade sozialdemokratisch orientierte Arbeiter und Angestellte, die ihr Leben lang gearbeitet haben, haben f\u00fcr Wattenester auf ihre Kosten kein Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder wird als ein positiver Aspekt der Burn-out-Mode die gewachsene Sensibilit\u00e4t f\u00fcr psychische Belastungen am Arbeitsplatz genannt. Weshalb am Arbeitsplatz? Die Psyche eines Menschen betrifft ihn in seinem ganzen Leben. Sie wird nicht nur vom Arbeitsplatz beeinflusst, sondern, vor allem in j\u00fcngeren, pr\u00e4genden Jahren vom Elternhaus, Kindergarten, Schule und sozialem Umfeld.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.businessvillage.de\/die-burn-out-mode\/eb-922.html\"><img decoding=\"async\" src=\"\/images\/product_images\/info_images\/922.jpg\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Deutschen sollten sich insgesamt mehr mit ihrer Psyche befassen. Aber Psyche ist f\u00fcr die meisten Deutschen Hokuspokus. Sigmund Freud und Psychoanalyse? Ein Spinner und Quatsch! Aufarbeitung der Verbrechen durch und im Namen der Deutschen? Besser nicht! Psychiater? In die Klapsm\u00fchle geh\u00f6ren andere. Die Deutschen tun sich schwer mit Befreiungen, ob aus wirtschaftlichen Zw\u00e4ngen vor gut hundert Jahren, politisch vor knapp siebzig Jahren, kulturell und sexuell vor rund vierzig Jahren oder ihr Leben lang mit der Befreiung von Blockaden im eigenen Kopf. Selbst viele Vorgesetzte sehen in einem Coaching nur verschwendete Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Burn-out rei\u00dft die Blockade zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich nicht ein. Die einen kommen gar nicht auf die Idee, sich mit sich selbst zu besch\u00e4ftigen, sind sie doch nur Opfer ihres Umfeldes. Die anderen werten Burn-out nicht als psychische Angelegenheit, gar als Krankheit. Es ist eine schicke Mode, ein Accessoire des Lebens. So, wie in bestimmten Kreisen das eigene Pferd, das Koksen oder der Weihnachtseinkauf in London dazugeh\u00f6rt. \u201eDer Ersch\u00f6pfungsgrad ist beinahe schon so etwas wie ein eigenes Leistungsmerkmal. Es gibt einen regelrechten Ersch\u00f6pfungswettbewerb. Je ersch\u00f6pfter wir sind, desto mehr haben wir geleistet\u201c, stellt Ines Imdahl, Psychologin, fest.\u200939 Jeder, der etwas auf sich h\u00e4lt, sollte sein Burn-out haben. Zuk\u00fcnftig werden wir in heldenhaften Lebensgeschichten, die wir h\u00f6ren oder lesen, immer ein Kapitel \u201eUnd dann hatte ich mein Burn-out\u201d finden. Opfer ist, wer da nicht mithalten kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche besch\u00e4ftigt sich gerne mit Psychokram. Gerade Frauen sind anf\u00e4llig f\u00fcr diese Thematik. Vom Magazin bis zu den abendf\u00fcllenden TV-Formaten &#8211; die Medien greifen das Thema gierig auf. Jeder kann mitreden und &#8222;mitjammern&#8220;. Gerade letzteres k\u00f6nen wir exzellent. Das Jammern ist des Deutschen Lust. 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