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Kreativität kann man nicht kaufen

Stefan Springer

20.05.2021 ·  Deutschland tut sich beim Thema Innovationen und Ideen im Zuge der Transformation vergleichsweise schwer. Der Mittelstandsmotor stottert gewaltig - insbesondere bei Herausforderungen des digitalen Wandels. Im Zeitalter der Digitalisierung, Industrie 4.0, KI und Start-up-Euphorie versagen Methoden aus dem 20. Jahrhundert zunehmend kläglich.

Stefan Springer

Stefan Springer ist der Andersdenker. Als Marken- und Kommunikationsexperte, Unternehmensbeweger, Mentor und Supporter von Start-ups ist er die personifizierte Diversität. Seine Lebensphilosophie: Wirtschaftliche Kreativität schafft man nicht mit Methoden des zwanzigsten Jahrhunderts. Mit seiner CAMI-Methodik finden Unternehmen schnell und unkompliziert Antworten auf die entscheidenden Zukunftsfragen. » http://www.inmico.de/

Hoheitswissen und bekannte Lösungsansätze verpuffen, etablierte Unternehmens- und Managementberatungen wirken hilflos – auch wenn Sie anderes propagieren. Das wundert nicht, denn echte wirtschaftliche Kreativität kann man nicht „beraten“. Wie also hilft man Unternehmen, Unternehmern und Führungskräften beim größten Ambivalenzkonflikt der Wirtschaftsgeschichte – der von Unsicherheit, Kontrollverlust und Ängsten auf der einen Seite sowie Chancen, Neuordnung und Beschleunigung auf den anderen gekennzeichnet ist?

Vom Exportweltmeister auf dem Weg in die Digital Diaspora?

Zur Auswahl stehen Reisen ins gelobte Land, auf Innovations-Summits oder zu hiesigen Digitalflüsterern. Und ja, Wallfahrten ins Land der Digitalgötter bewegen zumindest. Landauf landab sah man euphorisches Treiben der neuen „Sneaker-Fraktion“, Initiativen wurden gestartet und Innovation Labs gegründet. Die schon an Verherrlichung gleichende Silicon-Valley Erfolgsgeschichten und -methoden machen Eindruck, greifen aber hierzulande kaum.

Die Gilde der Berater und „Wirtschaftsweisen als auch die (meist schlechten) Kopien sogenannter Erfolgsmodelle wie Design-Thinking sind selten erfolgreich. Das verwundert nicht, sie treffen hierzulande auf andere Voraussetzungen und entwickeln so die Durchschlagskraft eines Gummidolchs.

Die natürlichen Feinde der Innovationskraft.

Man mag es kaum glauben, alte Glaubenssätze rund um die Unantastbarkeit Deutscher Ingenieurskunst, Präzision und Organisation, um die uns die Welt beneidet, halten sich weiter hartnäckig. Obwohl die aktuelle Corona-Krise offenbart, wie sehr Bürokratie und falsche Konzepte bremsen und blockieren.
Gewitterwolken werden als leichte Trübungen des blauen Wirtschaftshimmels angesehen und ihnen wenig Bedeutung geschenkt. Warnsysteme aus dem Unternehmen selbst, die die Zukunftsfähigkeit in Frage stellen, werden nicht ernst genommen. Wenn überhaupt, werden Innnovationsanstrengungen eher halbherzig angestoßen. Die digitale Transformation ist oft eine „Mogelpackung“, eine überfällige „Überführung“ analoger Prozesse in die digitale Welt. Das reicht nicht aus, um vorne weiter mitzuspielen.
Führungspersönlichkeiten entpuppen sich als Flaschenhälse oder Korken anstatt als Öffner neuer Wege und Ideen. Obendrein verflüssigen sich Wissen und der Erfahrungsvorsprung der Verantwortlichen immer schneller und machen Führung komplizierter.
Mit zunehmendem Alter der Führungsriege haben Entscheidungen, die schnelle Erfolge versprechen, Vorrang. Innovation bedeutet Investition, also Kosten und die verderben das Ergebnis.

Wie also entsteht Wegweisendes, Revolutionäres oder gar Weltbewegendes?

Disruption und Innovation bringen Branchen ins Wanken, erschüttern wie aus dem Nichts die althergebrachte Ordnung und drücken Etablierte an die Wand. Im Nachgang stellt sich die Frage, warum man nicht selbst auf eine so scheinbar naheliegende Idee kam. Und manchmal werden auch aus hohen Wellen ganz plötzlich stille Gewässer.

Fakt ist, der Siegeszug des Binären hat die letzten Jahre vieles an- und einiges umgestoßen. Klar ist auch: Erfolgsfaktoren von Unternehmen oder Regionen kann man nicht so einfach übertragen. Erfolgsversprechend ist nur ein Weg, der die Besonderheiten Deutschlands berücksichtigt. Er muss auf Prinzipien und Erkenntnissen unseres Wirtschaftsstandortes beruhen und unprätentiös sein.

Eine Methodik, die unserer Mentalität entspricht, die mit wenig Aufwand, schneller und effizienter zu Ergebnissen kommt. Das ist zwar weniger Öffentlichkeitswirksam, dafür geht´s stringent und strukturiert zum Ziel - ohne Tamtam und Bälle-Bad. Prozesse und Methoden müssen sich an den Umständen ausrichten und nicht umgekehrt. Es handelt sich genau genommen um Handwerk und soziales Fingerspitzengefühl, das kreative Denkprozesse in Schwung bringen.

Lieber intern Potenzial entfesseln als in den Fesseln externer Berater.

Die CAMI-Methodik ist keine Theorie, sondern eine praktische Anleitung zu echter wirtschaftlicher Kreativität durch den Kaleidoskopischen Prozess. Spielerisch Potenziale entdecken, entfalten und entfesseln - ohne den Anspruch auf Perfektion zu erheben. So wird durch bewussten Verzicht auf Kontrolle, die Kontrolle über das Machbare gewonnen.
Methodik schlägt Methode

Neue Blickwinkel, Impulse und Ideen entstehen durch Reibung und Interaktionen von gegensätzlichen Menschen – wie „Young Guns“ und Ü-60 Rebellen, Konservative und Progressive, Fachfremde und Experten, Interne und Externe. Die CAMI Methodik folgt diesem Prinzip mit den richtigen Instrumenten zur richtigen Zeit. Hier gilt: es gibt keine glücklichen Zufälle außer jenen, die man selbst plant und initiiert.
Es gibt also einen, eigenen Weg neue Ideen zu generieren, ohne uns etwas vorzumachen, nachzuahmen oder zu verrenken. Wirtschaftliche Kreativität – Made in Germany!

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