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Wie wir trotz Arbeit lebendig bleiben

Sabine Zehnder

28.03.2019 ·  Arbeit hat einen enormen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Sie schafft Anerkennung, vielleicht Wohlstand aber vor allem: Identität. Ich bin dieses, ich bin jenes – von Beruf. Doch was, wenn der Job das eigentliche Leben auffrisst und vom Menschsein nichts übrig bleibt?

Sabine Zehnder

Sabine Zehnder ist der Master of Desaster. Die Diplom-Informatikerin ist Spezialistin dafür, schwierige Projekte aufzuräumen – in der IT-Branche. Doch schnell erkannte sie, dass das, was bei Bits und Bytes funktioniert, auch im wirklichen Leben hilfreich ist. Und so ist die IT-Beraterin auch noch zum Coach geworden und zeigt, wie man das tägliche Chaos – das Leben – eigenständig und unkonventionell managt.  » http://www.life-reanimation.de/

Nicht nur der hohe Anteil an Zeit, den Arbeit einnimmt, macht es wichtig besonders auf diesen Bereich des Lebens zu achten. Wir fühlen uns gebraucht oder finden Erfüllung. Wir sind stolz, auf das was wir leisten. Wenigstens eine Zeit lang. Doch was, wenn die grundlegenden Dinge des Lebens wegen des Jobs nicht mehr erfüllt werden? Ein Consultant, der mehrere Tage pro Woche nicht zu Hause ist, ein selbstständiger Unternehmer, der rund um die Uhr arbeitet oder eine Führungsperson mit hoher Verantwortung können schnell in ein berufliches Fahrwasser geraten, dass zwar monetär sicherlich einträglich ist, doch von ihnen als Menschen bleibt kaum etwas übrig.

Der Tag hat dann zu wenig Stunden, die Woche zu wenige Tage. Wochenenden sind geprägt von Vor- und Nachbereitungen. Dabei bleiben Pausen im Arbeitsalltag ohnehin auf der Strecke. Fastfood und Brötchen sind Hauptnahrungsmittel, ohne Kaffee geht gar nichts. Der Preis für diese Art zu arbeiten ist hoch. Das Wohlbefinden leidet, die Familie nimmt einen eher als Besucher wahr. Wichtige private Dinge werden auf die lange Bank geschoben. Dabei ist gerade in einer solchen beruflichen Situation auf Ausgleich zu achten. Wenn man abends keine Ruhe mehr findet, ohne ein Glas Wein nicht mehr einschlafen kann, dann ist höchste Eisenbahn etwas zu ändern.

Die Wechselwirkung der Lebensbereiche

Die Art wie Sie arbeiten und wie sehr die Arbeit in das eigentliche Leben schwappt beeinflusst alle Lebensbereiche: ob es die Art ist, wie wir Beziehungen führen, wie gut unser Alltag zum gewünschten Lebensstil passt, wie die Sexualität gelebt wird und ob es ausreichend Zeit für Schönes, also Zerstreuung und Muse, gibt. Es gibt aber auch die umgekehrte Auswirkung auf die Arbeit. Wenn die Beziehung nicht gut läuft, ist viel Arbeit manchmal vielleicht auch ein Ausweichmanöver. Worum es am Ende immer geht ist die Frage: passt die Art wie ich arbeite zu dem was ich möchte?

Stellen Sie sich einfach einmal die folgenden Fragen:

  • Was im Job und in der Karriere passt bereits?
  • Was fehlt noch, um Job und Karriere zufriedenstellend zu gestalten?
  • Wovon zeigen Sie zu viel des Guten oder wo missbrauchen Sie vielleicht sogar Ihre Position? (Aktionismus, Perfektionismus, Geschwindigkeit, …)
  • Auf was können Sie in Zukunft beruflich getrost verzichten? 

Das Zepter in die Hand nehmen

Wenn Sie mit Teilen Ihres Berufsalltags unzufrieden sind, dann sollten Sie handeln. Nicht jeder hat einen Beruf gewählt, der für ihn persönlich passt. Doch auch, wenn der Beruf gut gewählt ist, sind vierzig oder mehr Berufsjahre eine sehr lange Zeitspanne in der man sich verändert. Und auch was wichtig für das Leben ist, verändert sich. Es stellt sich daher also auch die Frage, was Sie vermissen und auf was Sie nicht länger in Ihrem Leben verzichten wollen. Auch das ist ein Teil der Antwort auf die Frage danach, womit Sie in Ihrem Job unzufrieden sind.

Den Job an die eigenen Bedürfnisse anzupassen kann auf verschiedenen Ebenen passieren. Sie können Inhalte ändern. Sie können Ihre Position wechseln. Sie können sich Gedanken machen, ob Voll- oder Teilzeit besser für Sie ist. Vielleicht sollten Sie das Unternehmen oder die Abteilung wechseln, vielleicht in eine andere Branche, die Sie schon lange interessiert.
 
Überlegen Sie auch Grundlegendes: Sind Sie ein guter Unternehmer, wenn Sie selbständig sind. Oder umgekehrt: bin ich inzwischen soweit, dass ich als Angestellter nicht mehr so erfüllt bin wie ich es einmal war und muss den Schritt in die Selbständigkeit wagen?

Ergebnisse und Emotionen entscheiden

Letzten Endes kommt es jedoch immer auf das Ergebnis an. In Form der Qualität oder Quantität des Ergebnisses und auch in Form von Lob und Anerkennung für das Arbeitsresultat. Dies sind die ultimativen Kriterien für ein erfülltes Arbeitsleben.

Viel zu arbeiten kann sehr erfüllend sein. Das Maß dafür, ob es zu viel ist, bestimmen die anderen Lebensbereiche. Wenn einer der Bereiche verkümmert oder ganz fehlt, sind Probleme vorprogrammiert und die Zufriedenheit leidet.

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