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Was nach Corona kommt: Ein Schub für die Digitalisierung

Dr. Jens-Uwe Meyer

26.03.2020 ·  Es gibt heute kaum ein Unternehmen, das ohne digitale Technik auskommt. Meist verrichten eine Vielzahl von IT-Systemen und Programmen ihre Dienste in mehr oder weniger friedlicher Koexistenz. Doch diese Systeme zu synchronisieren, Abläufe besser zu strukturieren ist kaum gelungen. Die Kollaboration von Prozessen und Abläufen wird aber den nächsten Schub in der Digitalisierung bringen.

Dr. Jens-Uwe Meyer

Mit zwölf Büchern (u.a “Digitale Disruption“. „Radikale Innovation) gilt Dr. Jens-Uwe Meyer als führender Vordenker und Keynote Speaker für Innovation und Digitalisierung. Er gehört zur exklusiven Riege der Meinungsmacher beim manager magazin. In seiner Promotion untersuchte er, was Unternehmen zu Innovation Leaders macht. Als Unternehmer entwickelt er heute Software, mit der Unternehmen und Organisationen zu digitalen Gewinnern werden. » http://www.innolytics.de

Vor der Corona-Krise war Digitalisierung für die meisten Unternehmen ein abstrakter Begriff. Natürlich, es gab E-Mails und WhatsApp. Auch das Rechnungswesen bestand natürlich nicht mehr wie im Mittelalter auf dem Papier, sondern wurde über entsprechende Software und Exceltabellen digital abgebildet. Doch trotzdem waren Konzepte wie digitale Kollaboration  für die meisten Unternehmen abstrakte Begriffe.

Der Einsatz von Kollaborationssoftware, um Kommunikation und Abläufe im Unternehmen besser zu strukturieren? Nach einer bitkom-Studie War dies noch vor wenigen Wochen für mehr als zwei Drittel aller mittelständischen Unternehmen nicht vorstellbar.

Jetzt werden Unternehmen praktisch per Schleudersitz in das Zeitalter der Digitalisierung geschleudert. Arbeit wird unabhängig von Zeit und Ort organisiert. 8:00 Uhr Dienstbeginn, 16:30 Uhr Feierabend, das war gestern.

Im Buch „Digitale Gewinner“ beschreibe ich, wie sich Unternehmen wirklich digital entwickeln: Nicht die Zeit beziehungsweise der Ort der erbrachten Leistung sind wichtig, sondern das messbare Ergebnis. Unternehmen, die ihre digitale Zusammenarbeit auf diesem Prinzip organisieren, haben in der Krise jetzt Vorteile. Im Prinzip geht es (fast) genauso weiter wie vorher:

  • Arbeitspakete und Projekte werden verteilt, Verantwortlichkeiten und Aufgaben vergeben.
  • Besprechungen werden nicht persönlich, sondern über digitale Kollaborationstools abgebildet.
  • Ein ausgeprägtes Wissensmanagement, das für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf einer Online-Plattform einfach zugänglich ist, war bis vor wenigen Wochen allenfalls nett zu haben. Wirklich überlebenswichtig war es nicht.
  • Und jetzt? Unternehmen, die Wissen und Know-how digital aufbereitet und verfügbar gemacht haben, sind in der Phase des Homeoffice klar im Vorteil.
  • Häufig gestellte Fragen und Best Practice-Lösungen stehen allen zur Verfügung. Auch vom Homeoffice aus kann konzentriert und effektiv gearbeitet werden.
  • Interne Blogs, in denen aktuelle Informationen strukturiert kommuniziert werden, sind deutlich effektiver als E-Mail-Ketten oder eine schnell eingerichtete WhatsApp-Gruppe.
  • Der Vorteil der Digitalisierung wird für viele Unternehmen erst jetzt – in der Krise – ersichtlich. Ob Homeoffice oder nicht – die Arbeit kann weitergehen. Auch digitale Geschäftsmodelle brauchen keine zentral organisierten Produktionsteams, sie können aus dem Homeoffice bequem gemanagt und kontrolliert werden. Und auch digitale Prozesse lassen sich von überall aus administrieren.


Tausende von Unternehmen erkennen in diesen Tagen, dass das oft abstrakt wirkende Konzept der Digitalisierung jetzt überlebenswichtig ist. Mehr noch: Weiterhin überlebenswichtig bleibt. Selbst wenn es in den nächsten Monaten wärmer wird, eine Rückkehr zur alten Normalität ist schwer denkbar. Denn die Gefahr eines erneuten Corona-Ausbruchs im Herbst ist nicht gebannt. Im Gegenteil: Situationen wie die, die wir in diesen Wochen erleben, könnten sich wiederholen. Für die Digitalisierung wird die Corona-Krise einen Schub bedeuten. Unternehmen werden in den kommenden Monaten verstärkt darüber nachdenken, wie sie sich krisenfester aufstellen können. Und wie sie Arbeit unabhängig von Raum und Zeit produktiv gestalten können.

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