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13.06.2005
Planungswerkzeuge
Ein wesentliche Problemstellung bei der Auswahl des Planungswerkzeugs stellen die uneinheitlichen Anforderungen im jeweiligen Unternehmen dar. Jedes Unternehmen wird von unterschiedlichen Faktoren geprägt, die individuelle Leistungsmerkmale einer Planungssoftware verlangen. Rechtliche, organisatorische oder geographische Aspekte sowie technische Gegebenheiten wie beispielsweise das zu verarbeitende Datenvolumen beeinflussen die Auswahl. Nur im Rahmen einer Einzelbetrachtung des Unternehmens können alle Einflüsse berücksichtigt werden, die sich bei der Implementierung der Planungssoftware ergeben. In dieser Studie soll der Markt für Planungssoftware in bestimmte Unternehmenssituationen klassifiziert werden, ohne die Vielfalt der betrieblichen Anforderungen einer individuellen Evaluierung zu unterziehen. Damit eine Vorauswahl der am Markt verfügbaren Produkte getroffen werden kann, bilden einige Szenarien typische Situationen nach, in denen sich die Unternehmen befinden. Einerseits verallgemeinern sie die Anforderungen, andererseits sollten sie dem jeweiligen Entscheider als Anhaltspunkte dienen.
- Großes Unternehmen: Weitverzweigte Strukturen, die einen hohen Integrationsaufwand während der Planung erfordern, kennzeichnen gerade große Unternehmen, die Konzernstrukturen aufweisen. Hier steht vor allem die Einbeziehung der einzelnen Tochtergesellschaften im Vordergrund.
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Kleines Unternehmen: In diesem Szenario wird der Betrieb bezüglich der Größe eher den klein- oder mittelständischen Unternehmen zugeordnet. Struktur und Aufbau der Planung halten sich hierbei in einem überschaubarem Rahmen.
- Zentrales Szenario: Die Planungsdaten werden vom System zentral gespeichert, was zu einer Verwaltung großer Datenmengen führt. Insbesondere die Datenbank-Systeme werden im zentralen Szenario genauer betrachtet.
- Dezentrales Szenario: Die Daten liegen über das ganze Unternehmen verteilt auf lokalen Datenbanken. In diesem Szenario ist vor allem die Datenverteilung und Datenintegrität von Bedeutung.
- Vorgegebene Analysefunktionalitäten: Dieses Szenario beschäftigt sich mit dem Umfang der Analysefunktionalitäten, die schon im Planungswerkzeug integriert sind.
- Freie Entwicklungswerkzeuge: Hinsichtlich der Vorgehensweise und der Gestaltungsfreiheit bei der Modellentwicklung weisen die Planungswerkzeuge unterschiedliche Lösungen auf. Inwieweit sie den Anwender bei der Entwicklung des Planungsmodells einschränken, soll hierbei untersucht werden.
- Web-orientiertes Szenario: Hier wird näher betrachtet, welche Lösungen für die Analyse und Planung in einer Web-Umgebung die Planungswerkzeuge anbieten.
Bewertungskriterien
Die am Markt angebotenen Planungswerkzeuge unterscheiden sich in ihrem Funktionsumfang erheblich. Einige decken nur spezielle Bereiche der Planung ab, andere haben zum Ziel, über alle Unternehmensbereiche hinweg zu planen. Die Studie soll die Unternehmen bei der Auswahl eines geeigneten Planungstools unterstützen, indem sie die Produkte anhand unterschiedlicher Kriterien untersucht und beurteilt. Schon in früheren Studien haben die Autoren getestet, inwieweit Data Warehouse- und Business-Intelligence-Produkte für Planungszwecke eignen. Ihre Erfahrung in diesem Bereich bildet die Basis für die neueste Studie, in der nun spezielle Planungswerkzeuge behandelt werden, und gewährleistet somit eine fundierte Bewertungsgrundlage. Eine kurze Erläuterung zu allen Bewertungsmaßstäben sorgt für die nötige Transparenz und ermöglicht es, die Beurteilung besser nachzuvollziehen. Die Beurteilungskriterien teilen sich in zwei Kategorien. Die allgemeinen Kriterien beziehen sich auf den Hersteller, während die konkrete Produktanalyse und –bewertung anhand von funktionalen Kriterien erfolgt. Die funktionalen Kriterien verteilen sich auf fünf Ebenen. Die erste Ebene beschäftigt sich mit den allgemeinen Produkteigenschaften. Hierbei stehen hauptsächlich technische Anforderungen im Mittelpunkt, aber auch die User-Software-Beziehung wird berücksichtigt. Ob die Planung auf eine entsprechende Datenbasis zurückgreifen kann, behandelt die zweite Ebene. Sowohl die Anbindung an vorhandene Datenquellen als auch die Abläufe, um Daten zu importieren und zu exportieren, werden untersucht. In der dritten Ebene sind vor allem die Funktionen zur Modellierung und Verwaltung der Datenbasis relevant. Ebene vier behandelt die instrumentelle Unterstützung des Planungsprozesses und auf der letzten Ebene werden schließlich die Präsentations- und Analysefunktionen betrachtet.
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