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Fünf ganz einfache Karriere-Tipps

Jörg Steinfeldt

02.07.2020 ·  Leistung und Disziplin sind nicht die entscheidenden Faktoren um im Job eine gute Figur zu machen und voran zu kommen. Meist spielen beim "Aufstiegsgeschacher" ganz andere Faktoren eine Rolle. Es geht vielmehr um sehr, sehr weiche Faktoren ...

Jörg Steinfeldt

Der Jurist Jörg Steinfeldt, Jahrgang 1962, war über 25 Jahre Führungskraft bei einem internationalen Spezialversicherer, unter anderem im Personalbereich. Er ist Buchautor und Autor zahlreicher Fachartikel. Steinfeldt ist bekannt dafür, den Finger in offene Wunden zu legen und über den Tellerrand zu denken. Schon in seinem Debüt-Buch „Was Sie schon immer über Führung wissen wollten“ räumt er schonungslos mit den Management-Mythen auf. Er ist in Hamburg geboren, wo er mit seiner Frau wohnt, während seine drei Kinder in die Welt hinausziehen. » http://

#1 Bleibe wachsam

Sei misstrauisch. Was gestern war oder heute ist, kann morgen ganz anders sein. Geschäftsmodelle, Anforderungen an deinen Arbeitsplatz, Strukturen und Sympathien verändern sich immer schneller. So kannst du über Nacht ohne Vorwarnung und echte Begründung vom Leistungsträger zum Exit-Kandidaten werden. Oft aus Gründen, die gar nichts mit dir zu tun haben. Meist bist du der Letzte, der das mitbekommt und erfährt.

Entwickle seismografische Antennen für das, was sich im Unternehmen tut und was an Gerüchten kursiert (in jedem Gerücht steckt ein wahrer Kern) und frage dich, was das für dich bedeuten könnte.

#2 Traue niemandem

Wer heute dein Freund scheint, kann morgen ein Feind sein. Jeder verfolgt nur seine eigenen Interessen. Die Agenda und die Beziehungen der anderen sind dir meist nicht bekannt und nicht klar sichtbar. Scheinbar beste Kollegen und Chefs lassen dich bei nächstbester Gelegenheit fallen wie eine heiße Kartoffel, intrigieren gegen dich, ignorieren dich. Wenn du kritisch gesehen wirst, bist du der Letzte, der es erfährt. Wenn du gut bist, spürst du es kommen und kommst ihnen zuvor, indem du gehst.

#3 Sei beliebt

Unternehmen wollen keine muffeligen Stänker, egal, welche Leistungen sie bringen. Everybody’s Darling ist gefragt. Positive Ausstrahlung kommt immer gut an. Das zeigt, du gehörst dazu. Das unterstellt, mit dir kann man gut zusammenarbeiten und du hast Freude an deiner Arbeit, machst sie also gut.

Authentisch zu bleiben ist ein eherner Anspruch, der meist verheerend endet. Wenn du schon weißt, dass du bei anderen eher nicht gut ankommst, hast du hier ein ernstes To-do. Lass dich beraten.

#4 Glänze mit positiven Eigenschaften

Nur Positives zählt. Sorge dafür, dass du mit positiven Eigenschaften in Verbindung gebracht wirst. Das macht dich sympathisch und impliziert Leistungsfähigkeit. Lächeln, Optimismus und Zustimmung zählen mehr als Ernsthaftigkeit, Realismus und kritische Argumente. Zeige keine fachlichen Probleme auf (die du zu Recht siehst), sondern biete Lösungen. Kritisiere nicht das Verhalten von Teammitgliedern, sondern schaffe ein Wir. Denke immer daran: Wer schlechte Botschaften nicht hören will, killt den Überbringer, also dich.

#5 Sei kein Bedenkenträger

Bedenkenträger sind Bremsklötze, die im Gestern leben. Unternehmen wollen Gas geben und nach Morgen sehen – so dürfte es zum Dieselbetrug bei VW gekommen sein. Soll auf etwas, das schiefgelaufen ist, eine Analyse des Ist erfolgen? »Keine Vergangenheitsbewältigung, wir schauen nach vorne«, ist regelmäßig die Antwort. Die Unfähigkeit darf weiter wüten.

Für viele Stellen fordert das Anforderungsprofil »analytisches Denken«, gefragt ist es genauso selten wie Erfahrungen.

Wenn du bei einer Sache Bedenken hast, verpacke sie positiv, zum Beispiel in einem Vorschlag. Wenn du dafür keine realistische Idee der Umsetzung hast, nimm den Konjunktiv: »Wir müssten das und dies haben, damit dies und das nicht passiert«. Damit hast du deinen Hinweis angebracht. Ganz wichtig: Sorge dafür, dass, wenn etwas schiefläuft, es nicht auf dich zurückfällt.

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